Debütanten im Riesen: Fehlende Startnummer und ein 38. Platz

Aktualisiert

Debütanten im RiesenFehlende Startnummer und ein 38. Platz

Die jungen Schweizer Daniele Sette und Sandro Jenal fuhren beide zum ersten Mal den Riesenslalom in Adelboden. Für sie war es eine riesige Erfahrung.

von
Adrian Hunziker

Beim ersten Lauf des Riesenslaloms am Chuenisbärgli waren 29'500 Zuschauer anwesend und peitschten die Fahrer vom Steilhang bis ins Ziel. 72 Athleten wollten sich den wohl schwierigsten Riesenslalom der Welt antun. Darunter auch die zwei Schweizer Debütanten Sandro Jenal und Daniele Sette, die es beide nicht in den zweiten Lauf schafften.

Für Sette war das Heimrennen gar das Debüt im Weltcup. Am Tag zuvor war bei den Jungen noch eine gewisse Nervosität zu spüren, aber die Motivation war gross. Kurz vor dem Start hätte Sette eigentlich nochmal nervös werden können. Denn «sie hatten keine Startnummer für mich, drei Fahrer vor meinem Start haben sie noch eine unbeschriftete Nummer genommen und meine Zahl darauf geschrieben. Ich zog sie an und hatte gar keine Zeit mehr, etwas zu überlegen.»

«Man ist immer gern noch etwas schneller»

Jenal hingegen konnte sich im Starthäuschen ganz auf den ersten Durchgang konzentrieren: «Ich ging den Lauf nochmals durch. Ich sagte mir, Vollgas und fahr gut Ski, und mehr studierte ich nicht.» Dem Bündner gelang ein guter Lauf. Am Ende resultierte ein respektabler 38. Rang. Doch der 21-Jährige schien im Ziel etwas niedergeschlagen zu sein. «Nein, ich bin nicht enttäuscht. Es war eine gute Erfahrung, aber ich muss weiter trainieren. Das Rennen war nicht einfach mit dieser Piste und den Temperaturen», macht der Samnauner klar. Er sei mit dem 38. Rang zufrieden, aber man sei natürlich gerne immer noch etwas schneller.

Der ebenfalls 21-jährige Sette musste sich mit dem 50. Rang nach dem ersten Lauf zufrieden geben. «Es war recht streng. Aber ein sehr schönes Erlebnis. Es ist ein super Hang zum Fahren, mit dem Wetter und diesem Publikum. Ich habe eine riesige Freude», bilanzierte der St. Moritzer. Sette denkt, dass er besser hätte fahren können, aber das sei ja sein erstes Rennen gewesen. «Ich gab Vollgas. Ich brauche aber auch Erfahrung. Ich muss noch trainieren, dann kommt das schon. Ich bin zuversichtlich. Aber mein Debüt war ok.»

Steilhang mit super Kulisse

Den berühmten Steilhang am Chuenisbärgli kurz vor dem Ziel empfanden die beiden Talente ganz unterschiedlich. «Ich kriegte die Fans nicht gross mit. Ich machte bei der Einfahrt Steilhang noch einen Fehler. Dann musste ich mich darauf konzentrieren, im Rennen zu bleiben», sagt Sette. Jenal hingegen beeindruckte die Kulisse mit den Fans. «Wenn man über die Kuppe in den Steilhang Richtung Ziel fährt, werden die Beine langsam schwer. Aber dann hört man die Fans im Zielraum, die einen anfeuern. Das gibt einem noch einmal einen riesigen Kick für den letzten Hang.»

Sonst bekomme er während der Rennen nicht viel vom Publikum mit. «Aber hier ist das der Wahnsinn.» Jenal bleibt auch für den Slalom vom Sonntag noch in Adelboden. «Ich bin zwar nicht im Einsatz. Aber ich schaue mir den Slalom einmal von der anderen Seite an - als Zuschauer. Und ich feuere meine Kameraden an.»

Erstes Abfahrts-Training in Wengen vorgezogen

Das Weltcup-Programm in Wengen beginnt einen Tag früher als ursprünglich vorgesehen. Das erste Training für die Abfahrt vom Samstag wurde um 24 Stunden auf Dienstag, 12.30 Uhr, vorverlegt.

In Wengen stehen in der kommenden Woche mit der Super-Kombination (am Freitag), der Lauberhorn-Abfahrt (Samstag) und dem Slalom (Sonntag) drei Rennen im Programm.

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