Fehlerhafte Tierversuchsstatistik des Bundes
Aktualisiert

Fehlerhafte Tierversuchsstatistik des Bundes

2004 sind in der Schweiz mehr Tierversuche gemacht worden, als es die offizielle Statistik des Bundes ausweist.

Für die Statistik 2004 hat das Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) irrtümlicherweise nicht alle kantonalen Daten erfasst.

Das Bundesamt habe vor kurzem eine Diskrepanz zwischen seinen und den kantonalen Statistiken festgestellt, bestätigte Christophe Hans, Sprecher des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements, einen Bericht der «SonntagsZeitung». Gemäss dem Bericht gab es allein im Kanton Zürich einige tausend Tiersuche mehr als vom BVet gemeldet.

Abweichungen sind demnach auch im Kanton Luzern festgestellt worden. «Es handelt sich allem Anschein nach um ein technisches Problem, das bis Ende dieses Monats geregelt sein wird», erklärte Hans. Manche Kantone hätten nicht das gleiche Computersystem wie das BVet, bei der Datenübertragung könnten Fehler passiert sein.

In seiner offiziellen Statistik für 2004, die es Ende Juni publizierte, weist das BVet 492 000 Tierversuche in der Schweiz auf, 3,6 Prozent mehr als 2003. Fast zwei Drittel der Versuchstiere wurden in der Industrie eingesetzt, ein Drittel an Hochschulen und Spitälern.

90 Prozent der eingesetzten Tiere waren Nager wie Mäuse, Ratten, Hamster oder Meerschweinchen. Weiter wurden Fische, Kaninchen, verschiedene Haustierarten, Affen, Geflügel und Amphibien verwendet.

(sda)

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