Streit nach Attacke: Fehr wehrt sich gegen Kritik der Stapo
Aktualisiert

Streit nach AttackeFehr wehrt sich gegen Kritik der Stapo

Nachdem SVP-Nationalrat Hans Fehr vor der Albisgüetli-Tagung verprügelt wurde, schlagen die Wellen hoch. Die Polizei übt Kritik an Fehr. Dieser wirft den Vorwurf als «lachhaft» zurück.

von
Roman Hodel

«Es war sehr mutig von Herrn Fehr, so nahe an den Demon­stranten vorbeizulaufen – wir können nicht auch noch allfällige VIPs erkennen und Schutz bieten», kritisierte Stapo-Kommandant Philipp Hotzenköcherle in Medienberichten SVP-Nationalrat Hans Fehr (64). Dieser war am Freitag vor der Albisgüetli-Tagung von Linksautonomen spitalreif geprügelt worden. Hotzenköcherle sagte weiter: «Er hätte besser die 117 angerufen und sich ­abholen lassen.»

Fehr findet dies «lachhaft» und sagt zu 20 Minuten: «Das wäre überhaupt nicht situationsgerecht gewesen – im weiteren Umkreis standen viele Polizisten und die Lage schien mir un­problematisch.» Daher habe er wegen der Demo die letzten 300 Meter bis zum Schützenhaus wie andere auch zu Fuss absolviert. «Herr Hotzenköcherle muss sich ja rechtfertigen», sagt Fehr und fordert, dass man den Einsatz überprüft. «Die Polizisten vor Ort haben gute Arbeit geleistet, aber bei der Taktik seitens Polizeiführung gibt es Verbesserungspotenzial.»

Das sieht der Stadtzürcher SVP-Fraktionschef Mauro Tuena gleich: «Die Führung, namentlich der grüne Polizeivorsteher Daniel Leupi, muss über die Bücher gehen.» Abgesehen davon sei der Vorschlag von Hotzenköcherle, die 117 zu wählen, absurd: «Nähme mich wunder, wie das herausgekommen wäre, wenn alle VIPs die Polizei als Chauffeur benötigt hätten.»

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