Wasserknappheit: Fehraltorfer sollen auf Vollbäder verzichten
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WasserknappheitFehraltorfer sollen auf Vollbäder verzichten

In Fehraltorf ist das Trinkwasser wegen des Hitzesommers knapp. Es gibt weitere Zürcher Gemeinden mit diesem Problem.

von
som
Die Gemeinde Fehraltorf ruft ihre Bürger zum Wassersparen auf.

Die Gemeinde Fehraltorf ruft ihre Bürger zum Wassersparen auf.

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Auf Vollbäder und Autowaschen sollen die Bewohner von Fehraltorf ZH derzeit verzichten, bereits im Dezember hat die Gemeinde dazu aufgerufen. Zudem wurden alle öffentlichen Brunnen, die am Netz der öffentlichen Wasserversorgung hängen, abgeschaltet. Grund ist ein Engpass bei der Trinkwasserversorgung wegen des Hitzesommers, wie Bereichsleiter Werke Thomas Wylenmann zum «Zürcher Oberländer» sagt: «Durch die ausbleibenden Niederschläge stieg der Wasserverbrauch in Landwirtschaft und Privathaushalten.»

Gleichzeitig seien durch den fehlenden Regen die Reserven nicht mehr aufgefüllt worden: «Viele Quellen lieferten kaum noch Wasser, und auch der Grundwasserspiegel ist markant niedriger als in den letzten Jahren», so Wylenmann. Die Gefahr, dass das Trinkwasser ganz ausgeht, habe aber niemals bestanden: «Wir sind mit anderen Gemeinden gut vernetzt und können notfalls auch auf Lieferungen von ausserhalb zurückgreifen.» Schon seit Dezember bezieht die Gemeinde Wasser vom benachbarten Gruppenwasserverbund. Es gehe derzeit vor allem darum, die eigenen Ressourcen zu schonen, vor allem im Hinblick auf den Winter.

Auch in Schlatt und Wildberg wurde das Wasser knapp

Denn wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, sickern die Niederschläge laut Wylenmann nicht mehr bis ins Grundwasser, sondern bleiben als Schnee an der Oberfläche liegen. Obwohl es in den letzten Tagen geregnet habe, löse sich das Problem nicht über Nacht: «Bis die Quellen wieder laufen, dauert es zwar nur etwa zwei Tage, aber die Einsickerzeit für Grundwasser beträgt rund einen Monat.»

Fehraltorf ist nicht die einzige Gemeinde im Kanton Zürich mit diesem Problem. So hat die Gemeinde Schlatt im letzten November gar den Notstand ausgerufen und sich mit einem Tankwagen Wasser anliefern lassen. Derzeit versiegen auch in Wildberg die Quellen. Immerhin konnte die Gemeinde Wasser aus dem Tösstal zukaufen.

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