Feintool steigert Jahresgewinn um sieben Prozent
Aktualisiert

Feintool steigert Jahresgewinn um sieben Prozent

Die im Anlagenbau und im Komponentengeschäft tätige Feintool hat im Geschäftsjahr 2005/06 (per 30.9.) den Reingewinn um 6,9 Prozent auf 15,6 Mio. Fr. gesteigert.

Das Lysser Unternehmen profitierte von weltweit erhöhter Investitionsfreudigkeit, auch im Automobilsektor.

Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 6,9 Prozent auf 28,5 Mio. Franken, wie Feintool am Dienstag mitteilte. Trotz Investitionen in Sachanlagen über 21,7 (Vorjahr: 23,0) Mio. Franken konnten die flüssigen Mittel von 14,9 Mio. auf 24,5 Mio. Fr. erhöht werden.

Mit Investitionen in Produktionsanlagen, in Forschung und Entwicklung sowie in Aus- und Weiterbildung arbeite Feintool intensiv an ihrer Zukunftssicherung, hiess es weiter. Ebenso versucht das Unternehmen, die immer wieder kurzfristig ungenügende Auslastung einiger US-Betriebe sowie der Werke in Biberist und Lamphun zu bekämpfen.

Das Geschäftsjahr war überschattet von Abgängen in der Konzernführung. Firmenchef Reto Hartmann sprang Mitte August ab, wenig später gab auch Finanzchef Reto Welte den Wechsel zum Lagerlogistik-Konzern Kardex auf Ende Januar 2007 bekannt.

Am 22. September konnte Feintool die Wahl von Joachim Kaufmann zum neuen CEO bekannt gegeben. Neuer Finanzchef wird per 1. Februar Jürg Wenger.

Über eine halbe Milliarde Umsatz

Den Umsatz konnte Feintool, wie bereits Ende Oktober berichtet, um 2,8 Prozent auf 501 Mio. Fr. erhöhen. Das Segment Feinschneiden/Umformen weitete den Umsatz um 4,7 Prozent auf 319,2 Mio. Fr. aus und erzielte einen EBIT von 25,1 (Vorjahr: 24,2) Mio. Franken.

Mit der Fokussierung des Segmentes Automation auf rentablere Projekte konnte der Umsatz auf 111,1 (110,6) Mio. leicht, der EBIT von 6,2 Mio. auf 8,9 Mio. Fr. jedoch deutlich erhöht werden.

Das Segment Kunststoff-/Metallkomponenten habe verschärfte globale Wettbewerbsbedingungen und interne Strukturanpassungen zu bewältigen. Der Umsatz sank von 75,2 Mio. auf 72,9 Mio. Franken, der EBIT sackte von 3,6 Mio. auf 0,2 Mio. Franken. Belastend wirkte sich auch der im Aufbau begriffene neue Betrieb in Lamphun (Thailand) aus.

Der Personalbestand verminderte sich leicht von 1799 auf 1742 Angestellte. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung einer Dividende von 10 Fr. pro Namensaktie vor.

Gute Ausgangslage für 2006/07

Für neue Geschäftsjahr zeigte sich Feintool zuversichtlich: Dank einem gegenüber dem Vorjahresrekord nochmals gesteigerten Auftragsbestand von 171 Mio. Fr. startet Feintool mit einer guten Ausgangslage.

(sda)

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