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Felssturz: Gotthardstrasse kriegt Schutzdämme

Nach den Felsstürzen auf die A2 ob Gurtnellen ist nun der Bau von zwei Schutzdämmen bewilligt worden. Der zusätzliche Schutz kostet vier Millionen Franken.

Sie sollen Felsstürze auf die Strasse verhindern. Beim Felsabbruch vom 31. Mai 2006 waren dort zwei deutsche Touristen ums Leben gekommen, Autobahn und Kantonsstrasse wurden stark beschädigt.

Laut einer Mitteilung vom Dienstag hat die Urner Regierung dem Bau von zwei Schutzdämmen oberhalb der A2 im Wilerwald zugestimmt. Die Kosten werden auf rund vier Millionen Franken geschätzt. Sie werden durch den üblichen Kostenteiler der Nationalstrassen finanziert: 97 Prozent entfallen auf den Bund, 3 Prozent auf Uri.

Der Auffangdamm Nord ist 230 Meter lang und 6 bis 7 Meter hoch. Er wird mit vor Ort gewonnenem Material gebaut. Der 300 Meter lange Auffangdamm Süd wird auf dem heutigen Rastplatz Wilerwald erstellt.

Aus Platzmangel wird der Erddamm talseitig durch eine bis zu 9 Meter hohe Mauer abgestützt. Auf der Dammkrone wird ein Steinschlagschutznetz angebracht.

Die Schutzbauten basieren auf einem Projekt, das bereits nach dem ersten Felssturz vom 31. März 2005 erstellt wurde. Nach dem neuerlichen Felsabbruch im Frühling 2006 wurde es jedoch überarbeitet und erweitert.

Das vernünftig Machbare

Nach Ansicht der Urner Regierung ist das neue Projekt «das in diesem Gelände technisch und finanziell vernünftig Machbare». Einen 100-prozentigen Schutz könne aber auch diese Massnahme nicht gewähren.

Laut der Urner Medienmitteilung hat das Bundesamt für Strassen die Projektgenehmigung zugesichert. Die Baubewilligung der Gemeinde Gurtnellen wurde bereits am 18. August 2006 erteilt.

Zur Vorbereitung der Bauten wurden bereits erste Rodungen vorgenommen. Mit den Bauarbeiten wird in den nächsten Wochen begonnen. Wenn das Wetter mitspielt, sollen die Dämme gemäss dem Urner Mediensprecher Adrian Zurfluh bis Mai oder Juni 2007 erstellt sein.

(sda)

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