Ferien ohne Erlaubnis: Fristlose Entlassung
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Ferien ohne Erlaubnis: Fristlose Entlassung

Wer trotz ausdrücklicher und begründeter Urlaubssperre des Arbeitgebers in die Ferien fährt, riskiert eine fristlose Entlassung.

Das Bundesgericht hat die Berufung eines Angestellten aus dem Kanton Basel-Landschaft abgewiesen. Die Firma hatte ihren Angestellten bereits Anfang 2002 auf dem Ferienmeldeformular mitgeteilt, dass vom kommenden 23. Dezember bis zum 5. Januar keine Ferien bewilligt würden. Trotzdem reichte ein Mitarbeiter im November eine Urlaubsgesuch für die Zeit vom 23. bis 27. Dezember ein, das nicht bewilligt wurde.

Später wurde ihm zudem für den Fall eines Fernbleibens die fristlose Entlassung angedroht. Aus der Drohung wurde Realität, als der Betroffene am 23. Dezember nicht zur Arbeit erschien. Nach der basellandschaftlichen Justiz hat nun auch das Bundesgericht bestätigt, dass seine fristlose Entlassung gerechtfertigt war.

Wichtiger Grund für Entlassung

Die Lausanner Richter halten in ihrem Urteil zunächst fest, dass die Feriensperre durch betriebliche Interessen gerechtfertigt war. Die Firma habe sodann über die Feriensperre frühzeitig, klar und unmissverständlich informiert.

Das trotzdem gestellte Urlaubsgesuch sei deutlich und rechtzeitig abgelehnt und dem Betroffenen zudem die fristlose Entlassung angedroht worden. Der eigenmächtige Ferienbezug habe unter diesen Umständen als wichtiger Grund für seine fristlose Entlassung anerkannt werden dürfen. (sda)

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