Aktualisiert 16.03.2006 06:03

Ferienriese macht Ausflug in die roten Zahlen

Das Debakel beim Berner Ferienverein hat Kuoni letztes Jahr tief in die Verlustzone gerissen. Der führende Schweizer Reiseveranstalter musste einen Reinverlust von 42 Millionen Franken bekannt geben.

Letztes Jahr schaute noch ein Gewinn von 74,1 Millionen Franken heraus. Die Abschreibungen und Rückstellungen für das Engagement beim überschuldeten Ferienverein beziehungsweise für das gemeinsam betriebene Hotelprojekt auf den kanarischen Inseln beliefen sich auf knapp 100 Millionen Franken. Hinzu kam ein Verlust von 58,3 Millionen Franken beim Verkauf der US-Tochter Intrav.

Das Betriebsergebnis (EBITA) war zwar deutlich positiv, ging im Vorjahresvergleich aber um 5,7 Prozent auf 120,4 Millionen Franken zurück. Der Umsatz nahm trotz Nachwehen der Tsunami-Katastrophe zu, und zwar um drei 3,0 auf 3,688 Milliarden Franken. Für die Aktionäre ist eine von 112 auf 44,8 Millionen Franken reduzierte Ausschüttung in Form einer weiteren Nennwertreduktion vorgesehen. Kuoni kündigte aber ein Aktienrückkaufsprogramm von bis zu 100 Millionen Franken für die nächsten beiden Jahre an.

Dieses Jahr steuert der Reiseriese laut dem Ausblick besseren Zeiten entgegen. Die Buchungen lagen Anfang dieser Woche um elf Prozent über dem Vorjahresstand. (dapd)

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