Aktualisiert 02.01.2012 20:42

Trotz starkem Franken

Ferienwohnungen boomen

Die Hotellerie darbt. Die Vermietung von Ferienwohnungen floriert dagegen: Villars profitiert sogar von einem Russen- und Holländer-Boom.

von
Leo Hug/Elisabeth Rizzi
Ferienwohnungen sind im Durchschnitt 30 bis 50% günstiger als ein Hotelzimmer. Foto: interhome

Ferienwohnungen sind im Durchschnitt 30 bis 50% günstiger als ein Hotelzimmer. Foto: interhome

Unbeeindruckt vom starken Franken boomt die Vermietung von Ferienwohnungen in der Schweiz. Die beiden grossen Schweizer Anbieter Interhome und Reka geben an, 2011 und nicht zuletzt auch im Weihnachtsgeschäft das Vorjahresniveau gehalten zu haben. Bei den zehn Top-Destinationen sei die Belegung zwar rückläufig gewesen. Doch hätten andere Destinationen die Verluste wettgemacht, berichtet Marco Amos, Marketing-Chef von Interhome. «In Villars hatten wir einen eigentlichen Holländer- und Russen-Boom – mit je 20 Prozent Wachstum.»

Auch für die laufende Wintersaison ist die Nachfrage nach Ferienwohnungen ungebrochen. «Wir waren vom Weihnachtsgeschäft extrem positiv überrascht und haben die Aussicht, das Winterferiengeschäft auf Vorjahresniveau zu halten», so Amos. Die Buchungen aus dem Euro-Raum seien zwar abnehmend, dafür steige die Nachfrage aus Länder wie Indien, Israel, Dänemark und Kroatien.

Ähnlich optimistisch tönt es beim Konkurrenten Reka. «Das gute Vorjahresergebnis werden wir allerdings nicht erreichen», meinte Reka-Direktor Roger Seifritz. Doch der Grund sei nicht etwa der starke Franken, sondern der Kalender: «Unter anderem fallen dieses Jahr die Fasnachtsferien von Basel und Luzern mit den übrigen Regionen zusammen. Das werden wir in der zweiten Märzhälfte zu spüren bekommen.»

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