Aktualisiert 07.06.2012 12:29

Nach FelssturzFerngesteuerter Bagger soll Verschütteten bergen

Die Gotthard-Linie bleibt mindestens 30 Tage zu. Die Suche nach dem verschütteten Arbeiter konnte noch nicht aufgenommen werden. Jetzt soll ein spezieller Bagger helfen.

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meg/rba

Noch gestern hofften die SBB, dass die Gotthardstrecke nach dem Felssturz bei Gurtnellen in zwei Wochen wieder in Betrieb genommen werden könnte. Doch mittlerweile zeigt sich: Die Strecke bleibt viel länger zu. Für mindestens 30 Tage bleibt der Zugverkehr auf der Nord-Süd-Achse unterbrochen, bestätigen die SBB gegenüber 20 Minuten Online.

Auch die Such- und Bergungsarbeiten für den 29-jährigen Urner Arbeiter, der am Dienstagmorgen beim Felssturz in Gurtnellen UR verschüttet wurde, konnten am Mittwochvormittag noch nicht gestartet werden: Es drohen weitere Felsmassen ins Tal zu stürzen.

«Der Hang war nur schwer zu überwachen»

Sicherheitslage unsicher

«Aus Sicherheitsgründen muss zugewartet werden», sagte Fränzi Stalder, Sprecherin der Kantonspolizei Uri, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Weitere Informationen seien an der Medienkonferenz zum Felssturz zu erwarten, die um 11 Uhr im Interventionszentrum in Erstfeld stattfindet (20 Minuten Online berichtet live).

Bergungsarbeiten am Gotthard

Der Vermisste war am Dienstagmorgen kurz vor 9 Uhr zusammen mit zwei Kollegen verschüttet worden, als 2000 bis 3000 Kubikmeter Gestein auf die Geleise der Gotthardlinie stürzten. Die drei waren im Gebiet mit Felssicherungsarbeiten beschäftigt. Zwei von ihnen konnten unmittelbar nach dem Felssturz verletzt geborgen werden.

Weil weitere 500 Kubikmeter Felsmassen ins Tal zu stürzen drohen, konnten vorerst einzig unbegleitete Suchhunde ins Gebiet geschickt werden.

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