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Ferrari entdeckt das Dolce Vita neu

«La Nuova Dolce Vita» lautet der Werbeclaim für den neuen Ferrari Roma. Das Sportcoupé aus Maranello gibt den Ferraristi weltweit einen neuen Grund zum Träumen.

von
Thomas Borowski
26.11.2020

Neue Fahrzeuge wurden im von Corona gebeutelten 2020 nur wenige vorgestellt. Und wenn, dann gingen diese ohne grosses Aufsehen über die Bühne. Dem tritt Ferrari jetzt entgegen: Mit der Lancierung des neuen Sportcoupés Roma wollen die Italiener für einen Lichtblick in dunklen Zeiten sorgen. Nicht weniger als das «Nuova Dolce Vita», das neue süsse Leben, wird von der Ferrari-Marketingabteilung versprochen. Dass der Zweitürer auch gleich noch den Namen der ewigen Stadt trägt und damit zum geschichtsträchtigen Symbol stilisiert wird, ist kein Zufall.

Scharf gezeichnete Sicken und Kanten, wie man sie vom offenen Schwestermodell Portofino kennt, sucht man vergeblich. Insbesondere die Hainasen-Front überrascht durch ihre nüchterne Kargheit ohne Luftschlitze und Dekoration. Unter den LED-Scheinwerfern prangt kein Kühlergrill mit silbrig glänzendem Cavallino Rampante, sondern ein regelmässig perforiertes Blech in Wagenfarbe. Dass das Cockpit nun komplett digital ist, überrascht ebenso wenig wie die Tatsachen, dass das Fahrzeug über ein berührungssensitives Feld gestartet wird und dass sich das digitale Kombiinstrument nun über ein ins Lenkrad integriertes Touchpad steuern lässt. Das «Nuova Dolce Vita» ist bei Ferrari definitiv digital.

Sein Achtzylinder-Turbobenziner bietet mit 620 exakt 20 PS mehr als der Portofino, geschaltet wird über ein 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Das elegante Sportcoupé erweist sich als veritabler Sportwagen – in den ersten paar Minuten Fahrt über kurvige Bergstrecken muss man sich deshalb erst daran gewöhnen, dass sich das Heck bei zu allzu stürmischer Fahrt aus engen Kurven nervös bemerkbar macht. Der Motor nervt nicht mit übermässigem Gedröhne und die optionalen Assistenzsysteme wie die Adaptive Cruise Control, Spurhalteassistent, Toter-Winkel-Erkennung oder die autonome Notbremse tragen ihren Teil dazu bei, dass man sich gemütlich der Bella Vita im Lederinterieur erfreuen kann.

Nach Wochen und Monaten in der Corona-Krise bringt Ferrari als Ikone des Landes endlich wieder den Nationalstolz zum Leuchten. Und wir wetten: Das gleiche Phänomen löst der Ferrari Roma bei seinem Erscheinen rund um den Erdball aus. In der Schweiz ist es Ende 2020 soweit. Dann wird das Sportcoupé zum Preis von rund 231’000 Franken das neue süsse Leben einläuten.

Mit 620 PS aus einem Achtzylinder-Turbobenziner erweist sich das elegante Sportcoupé als veritabler Sportwagen.

Mit 620 PS aus einem Achtzylinder-Turbobenziner erweist sich das elegante Sportcoupé als veritabler Sportwagen.

Bild: Ferrari
Insbesondere die Hainasen-Front überrascht durch ihre nüchterne Kargheit ohne Luftschlitze und Dekoration.

Insbesondere die Hainasen-Front überrascht durch ihre nüchterne Kargheit ohne Luftschlitze und Dekoration.

Bild: Ferrari
Ferrari nennt den Roma V8 2+ Coupé. 2+ steht dabei für einen Zweisitzer mit wenig komfortablen Notsitze im Fond.

Ferrari nennt den Roma V8 2+ Coupé. 2+ steht dabei für einen Zweisitzer mit wenig komfortablen Notsitze im Fond.

Bild: Ferrari

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28 Kommentare
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Info

27.11.2020, 22:16

"Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit"  Auf dem E-Auto Portal ECOMENTO 🔌 🔋 🚗 🚎 findet man im Internet immer die neusten Informationen zu Elektroautos und zur E-Mobilität.

rabe

27.11.2020, 16:44

Geniesst den Moment, wo uns Autohersteller ihre Verbrenner noch für ein Vermögen verkaufen können. Grundsätzlich ist es dasselbe wie damals, als die ersten User-freundlichen Smartphones auf den Markt kamen und Nokia ein neues old-school Luxus-Modell rausbrachte. Es wollte schlicht niemand mehr. In 5 - 10 Jahren wird niemand mehr einen Verbrenner wollen. Ihr glaubt mir nicht? ihr werdet es sehen.

Roger

27.11.2020, 13:35

Der neue Ferrari sieht aus wie ein Maserati, schon seit längerem sind solche Trends erkennbar. - Das ist auch der Grund, warum ich keinen Ferrari mehr fahre.