Neuer Bolide: Ferrari hat eine «neue Waffe»
Aktualisiert

Neuer BolideFerrari hat eine «neue Waffe»

Nach dem schlechtesten Formel-1-Saisonstart seit 1981 probiert es Ferrari mit einem Leichtgewichts-Boliden «made in Maranello». Alles nach dem Motto: Mit einem leichteren Auto leichter zu WM-Punkten.

Denn so schlecht ist die traditionsreiche Scuderia Ferrari seit 28 Jahren in der Formel-1-WM nicht mehr dagestanden. Vier von 17 Saisonrennen sind gefahren - und die «Roten» sind in der Teamwertung mit nur gerade drei Punkten Vorletzter. «Im Werk in Maranello gehen die Lichter nicht mehr aus», sagt Ferraris Präsident Luca di Montezemolo, «wir arbeiten rund um die Uhr, um den Rückstand aufzuholen.»

Ferraris neuester Hoffnungsträger heisst F60B. Es handelt sich dabei um die Weiterentwicklung des aktuellen roten Renners F60, der rund 20 bis 25 kg leichter gemacht bzw. gebaut wurde, damit das Bremsenergie-Rückgewinnungssystem Kers (rund 40 kg) nicht mehr so ins Gewicht fällt. Der jetzige Bolide ist das 60. Formel-1-Auto, deshalb F60, das Ferrari - seit Beginn der WM 1950 dabei - konstruierte.

Mit dem neuen F60B war Testfahrer Marc Gené in Vairano bei Mailand unterwegs. Allerdings durfte er dort nur so genannte Geradeaus-Testfahrten unternehmen, weil herkömmliche Test während der Saison verboten sind. Am Wochenende will Ferrari die «neue Waffe» bereits beim Formel-1-Europaauftakt in Barcelona mit Felipe Massa und Kimi Räikkönen einsetzen. (si)

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