Ferrari-Spionage: Verfahren eingestellt

Aktualisiert

Ferrari-Spionage: Verfahren eingestellt

Das Oberste Londoner Gericht hat das Verfahren im Rahmen der Formel-1-Spionageaffäre gegen den früheren McLaren-Chefdesigner Mike Coughlan eingestellt.

Die Anhörung wurde abgesagt, nachdem sich Coughlan aussergerichtlich mit Ferrari geeinigt hatte.

Gemäss dem Ferrari-Sprecher Luca Colajanni zeigte sich der Brite kooperationsbereit und sicherte zu, der Scuderia unter Eid alle Informationen zur Spionageaffäre mitzuteilen. Ferrari werde dafür im Gegenzug die im Raum stehende Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Modena fallenlassen, hiess es.

Unterdessen wurden von der Staatsanwaltschaft indirekt die Sabotagevorwürfe gegen den von Ferrari entlassenen Chefmechaniker Nigel Stepney bestätigt. «Wir haben eine Vorstellung, was das Pulver war», sagte Staatsanwalt Giuseppe Tibis nach einer Besprechung mit der Spurensicherung. Die Analyse-Daten würden noch von einem zweiten Labor geprüft. Danach müsse ein Gutachten klären, ob das Pulver den Motoren der Ferrari geschadet habe. Die Ermittlungen befänden sich auf einem guten Weg. «Wir benötigen noch einige Details, um alles beweisen zu können», sagte Tibis.

Stepney wird vorgeworfen, Ende Mai die Autos mit Kimi Räikkönen und Felipe Massa vor dem Grand Prix von Monaco mit einem weissen Pulver manipuliert und seinem Landsmann Coughlan ein Dossier mit vertraulichen Informationen zum aktuellen Formel-1-Auto von Ferrari, dem F2007, zugespielt zu haben.

(si)

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