World Tour Finals: Ferrer überrascht Murray
Aktualisiert

World Tour FinalsFerrer überrascht Murray

David Ferrer sorgt bei den World Tour Finals am zweiten Tag für die erste Überraschung. Der Spanier schlägt in London Andy Murray 6:4, 7:5.

Im letzten Jahr hatte Ferrer bei den World Tour Finals keinen Satz gewonnen, diesmal startete der Weltranglisten-Fünfte mit einem Prestigesieg in das Turnier. In beiden Sätzen lag der Aussenseiter jeweils mit einem Break im Rückstand, profitierte in der Folge aber von vielen Unsicherheiten des Lokalmatadors bei eigenem Service. Insgesamt sahen die Zuschauer in den 120 Minuten acht Breaks.

Von der Formstärke, die Murray seit dem US Open zu einer Siegbilanz von 17:1 und drei Turniererfolgen geführt hatte, war nicht mehr viel zu sehen. Der Schotte, im letzten Jahr an gleicher Stätte erst im Halbfinal an Rafael Nadal knapp gescheitert, produzierte 44 unerzwungene Fehler.

Die Enttäuschung ist für Murray umso bitterer als er sich im Vorfeld seines ersten Auftritts zu einem verbalen Angriff auf Federer hatte verleiten lassen. Auf den Hinweis des Schweizers, dass Murray bei seinen Erfolgen in Tokio, Bangkok und Schanghai auch von den Absenzen der besten Spieler profitiert hatte, konterte der Brite: "Hoffentlich bekomme ich die Chance im Verlauf der Woche gegen ihn zu spielen, dann können wir unser Tennis sprechen lassen."

Nun steht Murray aber bereits nach dem ersten Gruppenspiel mit dem Rücken zur Wand. Am Mittwoch geht es gegen den Verlierer der heutigen Abendpartie zwischen Novak Djokovic und Tomas Berdych für ihn bereits um alles oder nichts.

(si)

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