Schweizer Arbeitsmarkt – Fertig Corona-Schock –Jobsuche geht jetzt viel schneller
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Schweizer ArbeitsmarktFertig Corona-Schock –Jobsuche geht jetzt viel schneller

Der Schweizer Arbeitsmarkt erholt sich vom Corona-Schock. Entlassene müssen nun weniger lange einen neuen Job suchen. Dabei können viele ihren Lohn beim neuen Arbeitgeber verbessern.

von
Barbara Scherer
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Wer keinen Job hat, muss jetzt weniger lange eine neue Stelle suchen.

Wer keinen Job hat, muss jetzt weniger lange eine neue Stelle suchen.

20min/Marco Zangger
Wer einen neuen Job sucht, findet im Durchschnitt nach 5,3 Monaten eine neue Stelle. 

Wer einen neuen Job sucht, findet im Durchschnitt nach 5,3 Monaten eine neue Stelle.

20min/Marco Zangger
Ein Jahr zuvor waren es 6,9 Monate.

Ein Jahr zuvor waren es 6,9 Monate.

20min/Celia Nogler

Darum gehts

  • Die Wirtschaft boomt, das zeichnet sich am Arbeitsmarkt ab.

  • Stellensuchende brauchen nun weniger Zeit, bis sie einen neuen Job gefunden haben.

  • Dabei kriegen viele mehr Lohn beim neuen Arbeitsgeber.

Gute Aussichten für Stellensuchende: Der Arbeitsmarkt hat sich vom Corona-Schock erholt. Dabei hat die Suchdauer nach einer Kündigung stark abgenommen. Wer einen neuen Job sucht, findet im Durchschnitt nach 5,3 Monaten eine neue Stelle. Ein Jahr zuvor waren es 6,9 Monate.

Davon haben alle Alterskategorien profitiert, wie das Arbeitsmarkt-Barometer der Beratungsfirma von Rundstedt zeigt. Unter 30-Jährige finden bereits nach 3,3 Monaten einen neuen Job. Im Vorjahr waren es noch 3,9 Monate. Bei den 30- bis 40-Jährigen beträgt die Suchdauer neu 4,7 statt 6,1 Monate.

Bei allen über 50 Jahre hat sich die Situation besonders stark verbessert. Statt 8,3 Monate sucht diese Altersgruppe neu durchschnittlich nur noch 6,9 Monate nach einer neuen Stelle. Dieser Wert liegt sogar unter dem Wert von 2019.

Viele können ihren Lohn verbessern

Durch den akuten Fachkräftemangel hat die Mobilität über die eigene Branche hinaus zugenommen. Unternehmen sind immer mehr gezwungen, ihren Suchfilter zu öffnen, obwohl sie normalerweise nur Leute aus der eigenen Branche anstellen würden.

Auch kann ein Grossteil der Gekündigten bei der neuen Stelle den Lohn verbessern. So können 25 Prozent ihr Salär bei einem neuen Arbeitgeber steigern. 42 Prozent halten ihren Lohn auf dem gleichen Niveau und nur 23 Prozent müssen eine Lohneinbusse in Kauf nehmen.

Weniger Kündigungen aufgrund von Abbaumassnahmen

2021 ist nicht einmal mehr ein Viertel der Kündigungen auf Abbaumassnahmen zurückzuführen. Das sind laut der Beratungsfirma von Rundstedt ein massiver Rückgang zum Vorjahr: Damals waren 43 Prozent der Kündigungen Folgen von Abbaumassnahmen. 2021 bewegten sich die Werte wieder etwa auf dem Niveau von 2018 und 2019. Der häufigste Kündigungsgrund sind nun mit 44 Prozent die Restrukturierungen. Denn viele Firmen passen ihre Strukturen an. In Folge haben die Stellen neue Profile und erfordern neue Kompetenzen.

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