Aktualisiert 06.09.2007 08:27

Fertig lustig: Bussen gegen «Happy Hours»

Die Eidg. Alkoholverwaltung (EAV) hat diesen Sommer eine Aktion gegen «Happy Hours» mit hartem Alkohol durchgeführt. Sie nahm landesweit 98 Fälle unter die Lupe. Es wurden Dutzende Bussen ausgesprochen.

Bis Ende August wurden 33 Strafverfahren eröffnet. 26 Bussen wurden bereits ausgesprochen. Wie EAV-Sprecher Marc Huber auf Anfrage sagte, können die Bussen bis zu 500 Franken betragen, in Wiederholungsfällen bis zu 10 000 Franken.

In gravierenden Fällen kann die EAV den Entzug des Alkoholpatents beantragen. Diese Zuständigkeit liegt bei den Kantonen. Wo die einzelnen Sünder ertappt wurden, will die EAV nicht mitteilen, weil sie ihre Aktion als landesweite Prävention verstanden haben will.

«Alarmierende Konsumform»

Happy Hours und All-Inclusive-Veranstaltungen verleiteten zum Trinken von viel Alkohol in kurzer Zeit, schreibt die EAV. Dies sei eine besonders von Jugendlichen zunehmend praktizierte, alarmierende Konsumform. In der Gastrobranche gehe leider oft vergessen, dass solche Angebote für Spirituosen illegal sind.

Das Alkoholgesetz verbietet die Vergünstigung oder Gratisabgabe von Spirituosen und spirituosenhaltigen Getränken sowie jegliche Werbung dafür. Darunter fallen Happy Hours, Zwei-für-eins-Partys, Mezzoprezzo- und All-Inclusive-Veranstaltungen sowie Börsen- Drinking, bei dem die Preise je nach Nachfrage variieren.

Die Zahl der illegalen «Happy Hours» habe in den letzten Monaten stark zugenommen, hielt die EAV fest. Bei ihr gingen regelmässig Meldungen ein. Von den 98 Fällen, mit denen die Kontrollorgane der EAV sich von Mitte Juni bis Ende August befassten, führten 15 zu keiner Beanstandung, da Spirituosen vom Angebot ausgeschlossen waren.

(sda)

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