Danowski: «Fertig lustig» für den Dauerkandidaten
Aktualisiert

Danowski«Fertig lustig» für den Dauerkandidaten

Die Stadt Zürich bremst den Dauer-Kandidaten Marian Danowski. Die Stadtkanzlei hat seine Wahlvorschläge für das Amt des Stadtammanns im Kreis 3 und für die Kreisschulpflege Schwamendingen für ungültig erklärt. Danowski habe die Unterzeichnenden in die Irre geführt.

Um an die notwendigen 15 Unterschriften pro Wahlvorschlag zu kommen, gab Danowski den Leuten an, eine Bürgerinitiative zur Kürzung von Politikerlöhnen zu unterzeichnen. Beat Gähwiler, der in der Stadtkanzlei den Bereich Abstimmungen und Wahlen leitet, bestätigte einen Bericht der «NZZ» vom Donnerstag.

Dass der Unterschriftenbogen eigentlich ein Wahlvorschlag gewesen sei, habe Danowski wohl einfach abgedeckt. Laut Gähwiler haben nur zwei von rund 50 Personen gewusst, dass sie einen Wahlvorschlag unterschrieben haben.

Der Kanton prüfe nun, ob das Ganze für Danowski strafrechtliche Folgen habe.

Nicht der erste Versuch

Es ist nicht das erste Mal, dass der 56-Jährige zu unlauteren Mitteln greift, um an Unterschriften zu kommen. An den Kantonsratswahlen 2003 beispielsweise nahm er mit einer «Danowski-Liste» teil, bei der die aufgeführten Kandidaten allerdings nichts von ihrem Glück wussten.

Danowski sammelte die Unterschriften unter dem Deckmantel des «Tierschutzes» oder der «sozialen Gerechtigkeit». In Wahrheit unterzeichneten die Passanten ihre Kandidatur für die Kantonsratswahlen.

Das Bezirksgericht sprach ihn im November 2004 vom Vorwurf der Wahlfälschung frei, weil ihm die Irreführung nicht nachgewiesen werden konnte.

Auch in anderen Kantonen versuchte Danowski schon sein Glück. Die Kantone Basel-Land, St.Gallen, Thurgau und Bern erklärten seine Unterschriftensammlungen aber ebenfalls für ungültig.

(sda)

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