Publiziert

ListerienFertigsalate-Firma liefert bereits wieder

Wegen Listerien-Befalls mussten letzte Woche Fertigsalate von verschiedenen Detailhändlern zurückgerufen werden. Wie geht es nach dem Bakterien-Alarm weiter?

von
Michelle Muff
1 / 5
Mehrere Schweizer Detailhändler riefen letzte Woche Fertigsalate zurück. Grund: Der Mais enthielt Listerien. 

Mehrere Schweizer Detailhändler riefen letzte Woche Fertigsalate zurück. Grund: Der Mais enthielt Listerien.

zvg
Betroffen waren Salate von Migros, Denner und Aldi. Alle drei Supermärkte riefen die Salate umgehend zurück.

Betroffen waren Salate von Migros, Denner und Aldi. Alle drei Supermärkte riefen die Salate umgehend zurück.

TAMEDIA AG
Der Verzehr der Salate könnte schwerwiegende Erkrankungen hervorrufen

Der Verzehr der Salate könnte schwerwiegende Erkrankungen hervorrufen

TAMEDIA AG

Darum geht’s

  • In Fertigsalaten verschiedener Hersteller wurden vergangene Woche Listerien nachgewiesen.

  • Die Bakterien können zu ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden führen.

  • Die Grosshändler geben nun bekannt, wie sie mit dem Problem umgehen und wie sie dies in Zukunft verhindern.

Wenn der Fertigsalat zur Gefahr wird: Vergangene Woche riefen die vier Supermärkte Lidl, Migros, Denner und Aldi diverse Salate zurück, das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) schlug Alarm. Grund war ein Listerienbefall von Fertigsalaten, der schwerwiegende Erkrankungen hervorrufen kann.

Die Bakterien seien im Rahmen der internen Kontrollen vom Endproduktionsbetrieb festgestellt worden, teilt BLV-Sprecherin Claire Bussy Pestalozzi nun mit. Dieser führe derzeit weitere Kontrollen durch und überprüfe sein Hygienekonzept, um die Situation zu klären. Wie die Kontamination des Mais entstanden sei, sei bislang nicht bekannt.

«Selbstverständlich werden Abklärungen gemacht – hauptsächlich mit dem verantwortlichen Zulieferer, der den entsprechenden Mais geliefert hat», gibt die Josef Müller AG bekannt, die einige der betreffenden Fertigsalate hergestellt hat. Denn die Firma geht davon aus, dass der vorgefertigte Mais vorab beim Schweizer Zulieferer kontaminiert worden sei. Der Betrieb sei nicht eingestellt worden.

«Solche Vorkommnisse kann man nie ganz ausschliessen»

«Wir waren in Kontakt mit (wenigen) Personen, die den Salat verzehrt hatten – allen geht es gut», schreibt der Lieferant. Auch dem BLV und den betroffenen Supermärkten Migros, Denner und Aldi sind auf Anfrage bislang keine ernstzunehmenden Gesundheitsbeschwerden gemeldet worden, sondern nur einzelne Rückmeldungen.

Denner stehe in engem Kontakt mit dem Hersteller, sagt Mediensprecher Thomas Kaderli: «Wir beobachten die Entwicklung.» Aldi wird bereits wieder vom Lieferanten versorgt: Es seien nur entsprechende Chargen verunreinigt gewesen seien, schreibt der Discounter. «Die Fertigsalate unterliegen sowohl bei unserem Lieferanten als auch bei uns hohen Hygiene- und Qualitätsanforderungen und werden regelmässig kontrolliert.»

Einen Engpass der Fertigsalate konnten alle drei Anbieter dank alternativem Sortiment abwenden. Denn: «Solche Vorkommnisse kann man nie ganz ausschliessen», schreibt Tristan Cerf, Mediensprecher der Migros. «Wichtig ist, dass die Lieferanten sofort reagieren und uns benachrichtigen.» Die Migros arbeite langfristig mit den Lieferanten zusammen und habe grosses Vertrauen in sie.

Etwas gesehen, etwas gehört?

Schick uns deinen News-Input auf Whatsapp!

Speichere diese Nummer (076 420 20 20) am besten sofort bei deinen Kontakten und sende spannende Videos, Fotos und Dokumente schnell und unkompliziert an die 20-Minuten-Redaktion! 🙌

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.
28 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Kareen

12.01.2021, 13:15

Diverse Anbieter, diverse Preise, aber wahrscheinlich alles aus der gleichen Küche.

maruhe

12.01.2021, 13:14

Wasche den Salat lieber selbst. Solche "Fertig-Salate" riechen ja wie Heu, haben immer etliche angefaulte Stücke und sind total unhygienisch.

Pumuckel57

12.01.2021, 12:36

en guete wär dä mischt isst