Hongkong: Festnahmen bei Demo gegen Regierung
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HongkongFestnahmen bei Demo gegen Regierung

Bei einer Demonstration zehntausender Menschen in Hongkong sind 230 Menschen festgenommen worden.

Am Jahrestag der Rückgabe der einstigen britischen Kolonie an China sind mehr als 200 000 Menschen auf die Strassen gegangen, um ihren Unmut über die Politik der örtlichen Regierung und steigende Grundstückspreise kundzutun. Die Polizei sprach dagegen von lediglich 54 000 Teilnehmern.

Nach Polizeiangaben weigerte sich eine Gruppe von Demonstranten nach dem Ende des Protestmarschs, eine Strasse zu räumen. 228 Menschen wurden daraufhin wegen Teilnahme an einer illegalen Versammlung und Behinderung des öffentlichen Lebens festgenommen.

Fernsehbilder zeigten, wie die Polizei unter anderem mit Pfefferspray gegen die Demonstranten vorging, andere wurden in Handschellen abgeführt.

Solche Festnahmen sind in Hongkong selten. Die Metropole war im Jahr 1997 von Grossbritannien an China zurückgegeben worden, geniesst aber weitgehende Autonomie und räumt seinen Bürgern Rechte ein, die es auf dem chinesischen Festland nicht gibt - etwa ein Demonstrationsrecht.

Den Organisatoren der Demonstration zufolge ging es bei den Protesten in erster Linie um ein umstrittenes Projekt der Regierung Hongkongs, die Nachwahl für einen frei werdenden Sitz im Parlament zu streichen und das Mandat stattdessen auf Grundlage des vorangegangenen Wahlergebnisses neu zu besetzen.

Beobachtern zufolge ist die Unzufriedenheit mit der Regierung in Hongkong derzeit fast so hoch wie im Jahr 2003, als 500 000 Menschen an der jährlich stattfindenden Demonstration für mehr Demokratie teilgenommen hatten. (sda)

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