Aktualisiert 10.06.2009 17:01

GrenchenFestnahmen im Mordfall Grenchen

Nach dem Gewaltverbrechen von Grenchen SO mit drei Toten hat die Kantonspolizei Solothurn mehrere Personen zur Überprüfung vorübergehend festgenommen und befragt.

Ein Teil der Personen wurde allerdings bereits wieder entlassen, wie die Solothurner Kantonspolizei am Mittwoch mitteilte. Über die genaue Zahl der Festgenommenen wollte die Polizei auf Anfrage keine Angaben machen. Auch zur Todesursache war zunächst nichts bekannt.

Die Sonderkommission der Kantonspolizei ermittelt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft nach wie vor in alle Richtungen. Die im Zuge der Spurensicherung bisher gesicherten Spuren werden laut Mitteilung fortlaufend ausgewertet. Die Tatortarbeit sei nach wie vor im Gang.

Berichte, wonach die Opfer einem illegalen Schenkkreis angehört hätten, wurden von der Polizei nicht kommentiert. Es wurde spekuliert, ob es sich um einen Racheakt gehandelt habe, weil die Familie aus dem Schenkkreis habe aussteigen wollen. Die Zeitung «Blick» berichtete auch über die Beteiligung der getöteten Ehefrau an einem im Schneeball-System betriebenen Verkauf eines Nahrungsergänzungsmittels.

Die drei Getöteten - ein 60-jähriger Mann und dessen 55-jährige Frau sowie die 35-jährige Tochter des Paares - waren am vergangenen Samstag gefunden worden. Die drei hatten zusammen in der Wohnung im vierten Stock gelebt, in der zwei der Toten gefunden wurden. Die dritte Leiche wurde im Erdgeschoss des Hauses entdeckt. Zwei der Toten waren gefesselt und hatten einen Sack über dem Kopf. Eine Person wies Schussverletzungen auf, denen sie vermutlich erlegen ist. Am Tatort herrschte eine grosse Unordnung, da die Wohnung durchsucht worden war.

AP/meg

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