Festtage in den Bergen: Noch sind Betten frei
Aktualisiert

Festtage in den Bergen: Noch sind Betten frei

In den Schweizer Bergen hat es gerade zur rechten Zeit geschneit. Kurzentschlossene können über die Festtage in den meisten Skigebieten noch ein Bett finden.

Im Wallis ist die Buchungssituation für die Hotels ähnlich wie im letzten Jahr. Es wird sogar eine leicht steigende Tendenz vermerkt, wie SchweizTourismus auf Anfrage mitteilte. Während der Weihnachtswoche sind die Walliser Hotels zu 70 Prozent, über Neujahr zu 90 Prozent ausgelastet.

Auf ein gutes Festtagsgeschäft dürfen sich auch die Bündner Hoteliers freuen. Der Schnee ist dort pünktlich gefallen, was Graubünden einen rechtzeitigen Saisonstart sicherte. Über Weihnachten und Neujahr erreicht die Saison einen ersten Höhepunkt: Die Auslastung der Hotelbetten wird 90 bis 100 Prozent betragen.

Laut Angaben der Kurvereine sind in Arosa viele Gäste schon übers Wochenende angereist, um die ganzen Ferien bis zum 6. Januar dort zu verbringen. In Davos könnten die Betten über diese Zeit teilweise drei bis vier Mal vermietet werden. Und in St. Moritz sind die Hotels, wie immer über die Festtage, komplett belegt.

Mit Kunstschnee nachhelfen

Bei den Schweizer Gästen, die für ungefähr 50 Prozent aller Übernachtungen in Graubünden verantwortlich sind, wird mit einer leichten Zunahme gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Weiter abnehmen wird der Anteil der Besucher aus Deutschland, der momentan bei etwa 30 Prozent liegt, wie SchweizTourismus weiter mitteilte.

In den verschiedenen Skigebieten im Berner Oberland fällt die Bilanz im Moment noch recht durchzogen aus. In Gstaad, wo bislang zu wenig Schnee fiel, wurden weniger Übernachtungen gebucht als 2002. In Grindelwald hingegen sind die Ferienwohnungen ausgebucht und in den Hotels nur noch vereinzelte Zimmer frei.

Gleich gut wie letztes Jahr wurden Hotels in der Lenk gebucht. Dort muss jedoch mit Kunstschnee noch nachgeholfen werden, um am kommenden Wochenende die Saison endgültig zu eröffnen. Die Hotels in Lauterbrunnen sind zu 50 Prozent und die Wohnungen zu 60 Prozent ausgebucht. In Wengen sind über die Festtage alle Betten belegt.

In den Skigebiete Leysin, Villars, Les Diablerets, Rougemont und Les Mosses in den Waadtländer Alpen gibt es über Weihnachten und Neujahr noch einige freie Betten. In Chateaux-d'Oex sind Hotels und Wohnungen über Neujahr ausgebucht.

Insgesamt stellt SchweizTourismus bei den Gästen der Wintersportgebiete eine Tendenz zu kurzfristigen, meist wetter- und schneeabhängigen Buchungen fest. Eine Ausnahme dabei bilden jedoch die Saisonspitzen während der Festtage und Sportwochen.

(sda)

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