Bergung beeinträchtigt: Feuer in türkischem Unglücks-Bergwerk
Aktualisiert

Bergung beeinträchtigtFeuer in türkischem Unglücks-Bergwerk

Ein Brand im Bergwerk in Soma behindern die Bergungsarbeiten. Es gibt kaum Hoffnung, dass die vermissten Personen im Bergwerk noch leben.

Vier Tage nach dem schweren Bergwerk-Unglück im türkischen Soma hat am Samstag ein Feuer die Bergungsarbeiten behindert. Energieminister Taner Yildiz sagte vor Journalisten, in Teilen der Grube sei ein Brand ausgebrochen. Dort befänden sich noch drei vermisste Bergleute.

Es gilt als unwahrscheinlich, dass sie noch leben. Tot geborgen wurden nach Worten des Ministers bislang 299 Bergarbeiter. Am Dienstag war es in Soma zum schwersten Bergwerk-Unglück in der Geschichte der Türkei gekommen.

Kollegen der Opfer und Familienangehörige geben den Behörden und der Regierung in Ankara eine Mitschuld daran. Sie werfen ihnen vor, die Profitinteressen der Bergwerks-Betreiber über die Sicherheit der Beschäftigten zu stellen.

Mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Demonstranten

In Soma ging die Polizei in der Stadt mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Demonstranten vor, die den Rücktritt der Regierung forderten. Wie Augenzeugen berichteten, feuerten die Sicherheitskräfte auch Gummigeschosse auf Demonstranten.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan gerät derweil auch persönlich immer stärker in Kritik. Ihm wird nun auch vorgeworfen, einen Mann in Soma geohrfeigt zu haben. Dies soll auf einem Video zu sehen sein.

(sda)

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