Feuer in Zivilschutzanlage: 38-Jähriger stirbt im Rauch
Aktualisiert

Feuer in Zivilschutzanlage: 38-Jähriger stirbt im Rauch

Eine Übung in einer Zivilschutzanlage in Konolfingen wird zum tödlichen Ernst. In der Anlage bricht ein Brand aus. Sechs Männer retten sich – für den siebten kommt jede Hilfe zu spät.

«Es ist tragisch, dass der Mann gestorben ist», trauert Hans Durand, Chef des Konolfinger Zivilschutzes. Mehr will er zum tragischen Tod eines seiner Kollegen nicht sagen. Passiert ist das Drama in der unterirdischen Zivilschutzanlage Sonnrain am vergangenen Freitagnachmittag. Im Rahmen einer Übung räumen sieben Zivilschützer Material in die Anlage. Plötzlich beginnt es aus einem Lüftungsrohr stark zu qualmen. Sechs Männer flüchten ins Freie. Der siebte, ein 38-jähriger Mann, befindet sich in einem Nebenraum und merkt nichts von der tödlichen Gefahr.

Erst die Feuerwehr kann den 38-Jährigen mit Atemschutzgeräten bergen. Doch der Zivilschützer hat sich bereits eine schwere Rauchgasvergiftung zugezogen. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmassnahmen starb er im Spital an den Folgen seiner Verletzung.

«Der Konolfinger Gemeinderat hat vom Todesfall mit grosser Bestürzung und Trauer Kenntnis genommen und spricht den Hinterbliebenen sein tiefstes Beileid aus», so Christoph Zürcher, Vizegemeindepräsident von Konolfingen. Jetzt ermittelt die Kantonspolizei Bern nach der Brandursache.

Denise Schneitter

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