Hünenberg ZG: Feuerwehr bleibt bei Entenrettung im Lift stecken, weil sie zu schwer ist
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Hünenberg ZGFeuerwehr bleibt bei Entenrettung im Lift stecken, weil sie zu schwer ist

Eine wichtige Auffrischlektion hat die Hünenberger Feuerwehr bekommen, als sie zur Bergung einer Entenfamilie ausgerückt ist. Die Feuerwehrleute mussten selber aus der Liftkabine geborgen werden. Sie nehmen das zum Anlass, die Bevölkerung zu warnen.

von
Steve Last
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Diese Entenküken wurden von der Feuerwehr in Hünenberg ZG von einem Dach geborgen.

Diese Entenküken wurden von der Feuerwehr in Hünenberg ZG von einem Dach geborgen.

Feuerwehr Hünenberg ZG
Die Feuerwehrleute mussten selber aber zuerst aus dem Lift geborgen werden, in dem sie steckengeblieben sind. Sie haben ihre Lektion gelernt, sagen sie.

Die Feuerwehrleute mussten selber aber zuerst aus dem Lift geborgen werden, in dem sie steckengeblieben sind. Sie haben ihre Lektion gelernt, sagen sie.

Feuerwehr Hünenberg ZG
Die Feuerwehr wurde aufgeboten, weil die Bergung der Entenfamilie zusätzliche Sicherung erforderte.

Die Feuerwehr wurde aufgeboten, weil die Bergung der Entenfamilie zusätzliche Sicherung erforderte.

Feuerwehr Hünenberg ZG

Darum gehts

In Hünenberg im Kanton Zug rückte die Feuerwehr aus, um eine Entenfamilie von einem Dach im Bösch-Areal zu retten. Der bereits aufgebotene Wildhüter hatte sie um Hilfe gebeten. Bei dem Einsatz am Donnerstag wurden die Feuerwehrleute von Rettenden zu Geretteten, wie auf der Seite der Feuerwehr nachzulesen ist. Sie blieben auf ihrem Weg zum Dach im Lift stecken und mussten selber geborgen werden. Sie schweigen den Vorfall aber nicht tot und tun so, als wäre es nie passiert. Stattdessen nehmen sie ihn zum Anlass, die Bevölkerung vor der Benutzung von Liften im Brandfall zu warnen. Sie selber hätten ihre Lektion gelernt.

Die Feuerwehr wollte am Dach zusätzliche Sicherungsarbeiten für die Bergung der Entenküken bereitstellen. Als die Feuerwehrleute in den Lift stiegen, um zum Dach zu kommen, sagte dieser nein. Weil sie mit ihrer Ausrüstung mehr als eine Durchschnittsperson wiegen, errechnete der Lift fälschlicherweise, dass zu viele Personen in der Kabine sind und blockierte sie zwischen zwei Stockwerken, heisst es im Bericht.

Enten und Feuerwehr gerettet

Der später eingetroffene Kommandant holte seine Leute aus der misslichen Lage und die Entenrettung konnte fortgesetzt werden. Der Wildhüter konnte dann, korrekt von der Feuerwehr gesichert, die Entenfamilie vom Rand des Dachs bergen, um sie umzusiedeln.

«Im Brandfall kann ein Lift schnell zur gefährlichen Falle werden», schreibt die Feuerwehr. Zum Glück brannte es in diesem Fall nicht und die Feuerwehrleute können jetzt darüber lachen. Darum warnt die Feuerwehr davor, in einem Notfall den Lift zu benutzen. Wenn er überladen ist oder der Strom ausfällt, steckt man im schlimmsten Fall hilflos in einem brennenden Gebäude fest. Für die Hünenberger Feuerwehr ist klar: «Künftig werden Lifte auch bei noch so routinemässigen Einsätzen gemieden». 

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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