Ostschweiz - Feuerwehr erlebt turbulente Stunden
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OstschweizFeuerwehr erlebt turbulente Stunden

In der Ostschweiz hagelte es in der Nacht auf Sonntag teils heftig. Besonders in beiden Appenzell fiel viel Niederschlag. Ein Feuerwehrkommandant schildert die Einsätze.

von
Michel Eggimann
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Bühler AR hat es am Samstagabend heftig mit Hagelniederschlägen erwischt.

Bühler AR hat es am Samstagabend heftig mit Hagelniederschlägen erwischt.

BRK News
Dominik Krummenacher, Kommandant der Feuerwehr Teufen Bühler Gais, schildert: «Es war am Samstagabend sehr turbulent. Solche Bilder sind nicht alltäglich.»

Dominik Krummenacher, Kommandant der Feuerwehr Teufen Bühler Gais, schildert: «Es war am Samstagabend sehr turbulent. Solche Bilder sind nicht alltäglich.»

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Ein Fabrikgebäude in Bühler wurde vom Hagel geflutet.

Ein Fabrikgebäude in Bühler wurde vom Hagel geflutet.

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Darum gehts

  • Ein Unwetter zog am Samstagabend über die Ostschweiz.

  • Viele Bewohner und Bewohnerinnen meldeten Schäden.

  • In beiden Appenzell hagelte es teils heftig.

  • Ein Feuerwehrkommandant berichtet über die verschiedenen Einsätze.

In der Ostschweiz hagelte es am Samstagabend nicht nur stark, es kam auch zu mehreren Blitzen. Nirgends in der Schweiz gab es mehr als in den Kantonen St. Gallen und Thurgau. Auch die beiden Appenzell sind unter den acht am stärksten betroffenen Kantonen. In St. Gallen führte wohl ein Blitzschlag gar zu einem Brand eines Einfamilienhauses. Von grossen Schäden durch Niederschläge sei der Kanton aber verschont geblieben, meint Pascal Helg, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Er sagt: «Die Feuerwehr hatte rund ein Dutzend Einsätze. Meistens riefen Personen an, weil sie Wasser im Keller hatten.» Extrem viel sei es aber jeweils nicht gewesen, so Helg.

Anders sah es in Teilen von Appenzell Ausserrhoden aus. Dominik Krummenacher, Kommandant der Feuerwehr Teufen Bühler Gais, schildert: «Es war am Samstagabend sehr turbulent. Solche Bilder sind nicht alltäglich.» Bühler sei am stärksten betroffen gewesen von dem Unwetter. Krummenacher erzählt von einem Fabrikgebäude, das geflutet wurde. «Der Hagel hat sich im Untergeschoss rasch verbreitet. Er war ungefähr ein Meter hoch und wie zusammengefroren», so der Kommandant der örtlichen Feuerwehr. Man habe den Hagel mit einer Maschine rausgesaugt. Mehr als sechs Lastwagen wurden mit den Massen aus der Fabrikhalle gefüllt.

Leute bei dem Depot

Zwischen 18 und 24 Uhr hat die Feuerwehr Teufen Bühler Gais am Samstag gesamthaft gegen 30 Einsätze geleistet. Einige Einwohner sind direkt zum Feuerwehrdepot gekommen, um Schäden zu melden. «Das erleben wir bei Hochwasser oft», erklärt Krummenacher. «Wir fragen dann jeweils, wie dringend es ist.» Er appelliere immer wieder an die Bevölkerung, sie sollten angeben, wie prekär die Lage sei. So könne die Feuerwehr besser priorisieren.

Der Grossteil der Einsätze der rund 35 Feuerwehrleute war wegen überfluteter Keller. Ein Auto sei von einem kleinen Baum getroffen worden. Verletzt worden sei dort aber niemand, meint Krummenacher. Das Auto habe man bergen können. In Bühler und Gais sind Feuerwehrleute durch die gesamte Ortschaft gefahren, um Schächte freizuschaufeln, damit das Wasser abfliessen kann.

Ohne Prognosen im Vorhinein

Diese beiden Ortschaften wurden vom Unwetter besonders hart getroffen. Der Feuerwehrkommandant sagt: «Im Vorhinein wissen wir jeweils nicht, wo das Unwetter zuschlägt. Im Nachhinein kann man es genau verfolgen.» Am Samstagabend habe man nicht gewusst, wie heftig es im eigenen Einsatzgebiet tatsächlich werde. «Mit dieser Ungewissheit muss man umgehen können. Für mich geht es jeweils darum, alle Mittel so zu formieren, dass wir schlagkräftig arbeiten können.

Prognosen machen, ob weitere Einsätze folgen, konnte Krummenacher am Sonntag vor dem Mittag nicht. Er meinte: «Das ist wie Würfeln. Am Samstagabend rechneten wir nach den ersten Niederschlägen auch mit Besserung, dann hat es plötzlich wieder geschüttet.»

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