Aktualisiert 23.08.2005 20:32

Feuerwehr: Fast kein Schlaf – dafür viele Hindernisse

Ausnahmezustand: Hunderte von Feuerwehrleuten sind seit Tagen auf den Beinen, um Schlamm zu räumen und mit Sandsäcken das Wasser zu bekämpfen.

«Seit Sonntagabend habe ich nur acht Stunden Schlaf gehabt», erzählt Feuerwehrmann Thomas Brun. Der 25-Jährige hatte gestern Einsätze an mehreren Orten in der Stadt geleistet, als er sich zusammen mit seinen Kollegen Lukas Imfeld und Patrick Bättig unter der Egg eine kurze Mittagspause gönnte.

Die Feuerwehrleute entlang der Reuss kamen kaum nach, die Sandsäcke zu stapeln. «Ich werde noch von Sandsäcken träumen», ist sich Brun sicher. Und er weiss: «Das Wasser kommt verdammt schnell, da zählt jeder einzelne Sack.» Die Feuerwehr hatte aber nicht nur mit dem Hochwasser zu kämpfen. «Die Leute tun einfach nicht das, was wir ihnen sagen. Und hindern uns am Arbeiten», beklagte sich ein anderer Feuerwehrmann.

Er stand vor der Jesuitenkirche und versuchte die Schaulustigen von der Reuss fern zu halten. Einige, so der Feuerwehrmann, hätten sogar versucht, auf die Sandsäcke zu steigen, um den reissenden Fluss zu bestaunen. Viele der Helfer leisten die Arbeit als Freiwillige. Wie alle bestätigen, können sie auf die Unterstützung durch ihre Arbeitgeber zählen.

(dah)

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