Kapstadt – Verheerendes Feuer in Südafrikas Parlament unter Kontrolle
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KapstadtVerheerendes Feuer in Südafrikas Parlament unter Kontrolle

Das Feuer welches am Sonntag im südafrikanischen Parlament ausgebrochen ist, ist mittlerweile unter Kontrolle. Die Ursache ist weiterhin unklar, es wurde jedoch ein Mann festgenommen.

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Die Feuerwehr kämpfte seit seit den frühen Morgenstunden gegen einen Grossbrand, …

Die Feuerwehr kämpfte seit seit den frühen Morgenstunden gegen einen Grossbrand, …

AFP
… der im Parlamentsgebäude in Kapstadt ausgebrochen war.

… der im Parlamentsgebäude in Kapstadt ausgebrochen war.

REUTERS
Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt.

Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt.

AFP

Die Feuerwehr in Kapstadt hat das verheerende Feuer im Parlamentskomplex von Südafrika unter Kontrolle gebracht. Der Brand sei in der Nacht unter Kontrolle gebracht und die Zahl der Einsatzkräfte reduziert worden, sagte ein Feuerwehrsprecher am Montagmorgen. Der Brandherd im ältesten Gebäude des Komplexes sei jedoch weiterhin aktiv.

Die Polizei nahm einen 49-Jährigen fest, der sich im Parlamentskomplex aufgehalten hatte. Er wurde verhört und sollte am Dienstag vor Gericht erscheinen.

Für viele Stunden stand Südafrikas Parlament in der Touristenmetropole Kapstadt am Sonntag in Flammen. Der Brand war gegen 4 Uhr (MEZ) im ältesten Flügel des Parlamentskomplexes ausgebrochen, der 1884 fertiggestellt worden war und über einige holzgetäfelte Sitzungsräume verfügt. Mehr als 70 Feuerwehrleute versuchten verzweifelt, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Der Sitz der Abgeordneten sei durch die seit dem Morgen wütenden Flammen «komplett verbrannt», sagte am Sonntagnachmittag ein Parlamentssprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Das Feuer sei zunächst an der Rückseite des Gebäudekomplexes, der die Alte Versammlungskammer und den Nationalrat der Provinzen beherbergt, ausgebrochen und habe sich wenige Stunden später auf das Gebäude der Nationalversammlung, in dem das Parlament sitzt, ausgeweitet, sagte Patricia de Lille, Ministerin der Provinz für Öffentliche Arbeiten und Infrastruktur. Videoaufnahmen zeigen, wie dicke, schwarze Rauchsäulen aus dem Gebäude aufstiegen.

Das Dach ist eingestürzt

Das Dach des Alten Plenarsaals sei eingestürzt, während einige Mauern des Regierungskomplexes grosse Risse aufwiesen, hiess es. Das Parlamentsgebäude beherbergt viele nationale Artefakte. Es sei noch unklar, ob auch diese beschädigt worden seien, sagte ein Mitglied des städtischen Sicherheitskomitees, JP Smith. Nach Angaben des Rettungsdienstes der Stadt Kapstadt gab es keine Verletzten. Ein 51-jähriger Mann werde in Zusammenhang mit dem Feuer vernommen, sagte die Polizei. Die Brandursache blieb am Sonntag unklar; Ermittlungen seien eingeleitet worden.

Präsident Cyril Ramaphosa, der einen Tag nach der Trauerfeier für den vor einer Woche gestorbenen weltbekannten Menschenrechtler und emeritierten anglikanischen Erzbischof Desmond Tutu noch in Kapstadt verweilte, sprach von einem verheerenden Ereignis. «Der Erzbischof wäre ebenfalls erschüttert gewesen, denn dies ist ein Ort, für den er betete, den er unterstützte und als Hort unserer Demokratie sah», sagte Ramaphosa vor laufenden Kameras. Das Parlament liegt nur wenige Meter von der St.-Georgs-Kathedrale entfernt, in deren Mausoleum Tutus Asche am Sonntagmorgen beigesetzt wurde. Ramaphosa hatte am Samstag Tutus Trauerfeier in der Kathedrale beigewohnt.

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(DPA/AFP/trx)

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