Feuerwehr: Viel zu wenig Personal
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Feuerwehr: Viel zu wenig Personal

Bei der Feuerwehr brennts: In mehreren Gemeinden fehlt der Nachwuchs. Grund: Zeitmangel und ein verändertes Freizeitverhalten.

«Im Moment siehts düster aus, wir brauchen dringend zehn neue Feuerwehrleute», sagt der Kommandant der Feuerwehr Root, René Zihlmann, und spekuliert: «Vielleicht bräuchte es zwei, drei grosse Brände und die Sache würde anders aussehen.» Nicht viel besser ist die Lage in Emmen, auch hier fehlt der örtlichen Feuerwehr der Nachwuchs.

«Bis Ende Jahr verlassen uns gut 15 Leute, diese müssen wir irgendwie ersetzen», so der Adminis-trator Heinz Mathis. Die Ursache für die Nachwuchs-Probleme sehen Fachleute darin, dass es Interessierten an Zeit fehlt, und im immer vielfältigeren Freizeitangebot. «Oft wollen auch die Arbeitgeber nicht, dass Mitarbeiter in der Feuerwehr aktiv tätig sind, weil sie dann ab und zu am Arbeitsplatz fehlen», ärgert sich Heinz Mathis.

Diesen Personalmangel will man nun angehen: Der Feuerwehrverband des Kantons Luzern plant Tagungen und Fachreferate in Unternehmen, um dort für die Feuerwehrtätigkeit zu werben. «Der Chef soll sehen, wieso es auch für ihn gut ist, wenn Angestellte in der Feuerwehr aktiv sind», so Arthur Schmid, Präsident des Feuerwehrverbandes.

Anne-Käthi Kremer

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