Waldbrände in Chile: Feuerwehrleute sterben in den Flammen
Aktualisiert

Waldbrände in ChileFeuerwehrleute sterben in den Flammen

Die verheerenden Waldbrände in einem chilenischen Nationalpark haben erste Opfer gefordert. Sechs Männer wurden bei Löscharbeiten vom Feuer eingeschlossen. Ein Feuerwehrmann wird noch vermisst.

Als der Wind drehte, kam für sechs Feuerwehrmänner jede Hilfe zu spät. Die Rettungsteams konnten nur noch die Leichen bergen.

Als der Wind drehte, kam für sechs Feuerwehrmänner jede Hilfe zu spät. Die Rettungsteams konnten nur noch die Leichen bergen.

In den Waldbränden im Süden Chiles sind nach Angaben von Präsident Sebastián Piñera sechs Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Sie seien in der Provinz Cautín von den Flammen eingeschlossen worden, als der Wind überraschend gedreht habe, sagte Gouverneur Miguel Mellado am Donnerstag. Ein Feuerwehrmann werde noch vermisst, zwei weitere hätten schwere Verbrennungen erlitten.

In Südchile kämpft die Feuerwehr derzeit mit fast 50 Waldbränden, die bereits Hunderte Häuser zerstört und Tausende Menschen zur Flucht gezwungen haben. Die Feuer im üblicherweise regenreichen Süden Chiles werden von einer Hitzewelle und starkem Wind immer wieder angefacht. Betroffen ist unter anderem der Nationalpark Torres del Paine.

Piñera sagte am Donnerstag, einige der Feuer seien offenbar vorsätzlich gelegt worden. Im Rahmen des chilenischen Anti-Terror-Gesetzes seien daher Ermittlungen eingeleitet worden. Argentinien, Uruguay und Brasilien reagierten inzwischen auf Piñeras Bitte um Unterstützung bei der Brandbekämpfung. (dapd)

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