Trockenheit: Feuerwerk am 1. August? Diese Regeln gelten in deinem Kanton

Aktualisiert

TrockenheitFeuerwerk am 1. August? Diese Regeln gelten in deinem Kanton

Auch gelegentliche Sommerregen konnten die Trockenheit in der Schweiz bislang kaum lindern. Im Überblick findest du die Feuerregeln, die momentan in den Kantonen gelten.

von
Reto Bollmann
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In weiten Teilen der Schweiz herrscht aktuell mässige bis hohe Waldbrandgefahr.

In weiten Teilen der Schweiz herrscht aktuell mässige bis hohe Waldbrandgefahr.

BAFU/Waldbrandgefahr.ch
Der Lac des Brenets ist ausgetrocknet.

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AFP
Europa kämpft derzeit mit einer massiven Hitzewelle.

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Darum gehts

  • In der Schweiz ist es weiterhin zu trocken.

  • Mehrere Kantone haben deshalb ein absolutes Feuerverbot verhängt.

  • Hier findest du alle Regeln im Überblick.

Schon seit Wochen halten Hitze und Trockenheit die Schweiz fest im Griff. Verschiedene Kantone haben Mahnungen und Verbote rund um das Entfachen von Feuer und das Abbrennen von Feuerwerk auf dem Kantonsgebiet erlassen. Die Regelungen sind dabei von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Hier findest du sämtliche Kantone mit den aktuell geltenden Regeln im Überblick.

  • Aargau
    Im Kanton Aargau herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Deshalb gilt ein Feuerverbot im Wald und im Abstand von bis zu 50 Metern zum Waldrand. Dieses Verbot gilt ausdrücklich auch für die bestehenden, eingerichteten Feuerstellen und bei Waldhütten sowie an Picknick- und Spielplätzen in Wäldern und an Waldrändern. Zudem verboten ist  das Abbrennen von Feuerwerk jeglicher Art im gesamten Gebiet des Kantons Aargau. Das Verwenden von Gas- und Elektrogrills ist bei vorsichtigem Einsatz zulässig. Die Gemeinderäte können zudem zusätzliche lokale Verbote erlassen.

  • Am Mittwoch teilte das Departement Gesundheit und Soziales zudem mit, dass mit Blick auf die anstehenden Nationalfeierlichkeiten am 31. Juli 2022 und am 1. August 2022 ein absolutes Feuerwerksverbot im Kanton Aargau ausgesprochen wird. Auch Höhen- und 1.-August-Feuer sind in unbefestigten Feuerstellen verboten. Die Verbote bleiben bis auf Weiteres in Kraft und werden erst nach ausreichenden Niederschlägen wieder aufgehoben.
     

  • Appenzell Ausserrhoden
    Im Kanton Appenzell Ausserrhoden herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Deshalb gilt ab Freitag, 29. Juli 2022 ein Feuer- und Feuerwerksverbot und ein Verbot für das Steigenlassen von Himmelslaternen im Wald und in Waldesnähe. Mit Feuer im Wald und in Waldesnähe/im Freien soll möglichst sorgfältig umgegangen werden. Feuer sind möglichst zu unterlassen, Feuerwerk ist jedoch weiterhin erlaubt. Der Kanton weist darauf hin, dass für 1. August-Feuer und das Abbrennen von Feuerwerk ein Mindestabstand von 200 Metern zum nächsten Wald eingehalten werden muss.
     

  • Appenzell Innerrhoden
    Im Kanton Appenzell Innerrhoden herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 3. Im Hinblick auf die erhöhten Feueraktivitäten am 1. August hat der Kanton deshalb entschieden, das Entfachen von Feuern im Wald und in Waldesnähe ab dem 29. Juli 2022 und bis auf weiteres zu verbieten. Verboten sind: Das Entfachen von Feuer und das Abbrennen von Kerzen, das Wegwerfen von brennenden Streichhölzern, Raucherwaren und dergleichen Höhenfeuer, das Verbrennen von Schlagabraum, das Abfeuern von Feuerwerk, das Steigenlassen von Himmelslaternen und Ähnlichem
     

  • Basel-Landschaft
    Im Kanton Basel-Landschaft herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Das Abbrennen von jeglichen Feuerwerkskörpern ist verboten. Höhen- und 1. August-Feuer sind verboten. Es ist verboten, im Wald und an Waldrändern Feuer zu entfachen (Mindestabstand 50 Meter). Es gilt auch für eingerichtete Feuerstellen und Feuerschalen, sowie für selbst mitgebrachte Grills aller Art (Holz-/Kohle-/Einweg-/Gasgrills etc.). Es ist verboten, brennende Zigaretten und andere Raucherwaren oder Streichhölzer wegzuwerfen. Das Steigenlassen von «Himmelslaternen / Heissluftballonen» (gekaufte oder selbstgefertigte), welche durch offenes Feuer angetrieben werden, ist generell verboten Das Entnehmen von Wasser für den Gemeingebrauch ist verboten. Als Gemeingebrauch gilt die gelegentliche Entnahme kleiner Wassermengen zum Beispiel mittels Eimer oder Giesskanne.

  • Basel-Stadt
    Im Kanton Basel-Stadt herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Es ist verboten, im Wald und an Waldrändern Feuer zu entfachen (Mindestabstand 50 Meter). Dies gilt auch für selbst mitgebrachte Grills aller Art. Bei starkem Wind im Freien darf kein Feuer entfacht werden. Es ist verboten, brennende Zigaretten, andere Raucherwaren oder Streichhölzer wegzuwerfen. Der Abstand zum Wald von Höhen- und 1. Augustfeuern muss mindestens 200 Meter betragen.

  • Bern
    Im Kanton Bern herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Die Regierungsstatthalterämter des Kantons haben aufgrund der grossen Waldbrandgefahr ein Feuerverbot im Wald erlassen: Das Entfachen von Feuer im Wald oder in Waldesnähe ist bis auf Widerruf im ganzen Kanton untersagt. Als Waldesnähe gilt ein Abstand von 50 Metern. Zusätzlich haben die Regierungsstatthalterinnen und Regierungsstatthalter für den Kanton Bern ein generelles Verbot von Feuerwerk erlassen.

  • Freiburg
    Im Kanton Freiburg herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Es gilt ein Verbot von offenen Feuern und von Feuerwerk auf dem gesamten Kantonsgebiet. Im Rahmen des Nationalfeiertags können Ausnahmen für Gemeinden vorgesehen werden. Grillen und Grillen im Garten oder auf der Terrasse sind von dem Verbot nicht betroffen, sofern die Mindestsicherheitsregeln eingehalten werden.
     

  • Genf
    Im Kanton Genf herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Deshalb gilt ein absolutes Feuerverbot im Freien. Dies betrifft auch Feuerwerk.
     

  • Glarus
    Im Kanton Glarus herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Zum Schutz der Wälder und der Bevölkerung bleibt das Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe bestehen. Das Abbrennen von Feuerwerk sowie Himmelslaternen, Höhenfeuer und Räumungsfeuer bleiben im ganzen Kanton untersagt. Das Verbot gilt für das ganze Kantonsgebiet und bis auf Widerruf durch den Kanton. Folgende Massnahmen gelten: Keine Feuer im Wald und in Waldesnähe (Abstand zum Wald mindestens 50 Meter), kein Abbrennen von Feuerwerk (ganzer Kanton), kein Steigenlassen von Himmelslaternen (ganzer Kanton), keine Höhenfeuer entfachen (ganzer Kanton), keine Räumungsfeuer in der Land- und Forstwirtschaft (ganzer Kanton), kein Wegwerfen von Raucherwaren.

  • Graubünden
    Im Kanton Graubünden herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 3 bis 4. In den meisten Teilen Graubündens gilt ein absolutes Feuerverbot, welches auch Feuerwerk beinhaltet. Kein Feuerverbot gibt es im Oberengadin sowie in Samnaun, Scuol-Valsot, Val Müstair und Zernez. Hier kann am 1. August Feuerwerk abgebrannt werden.

  • Jura
    Im Kanton Jura herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Es gilt ein absolutes Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe (Mindestabstand 200 Meter). Feuer sind anderswo im Freien möglich, jedoch jeweils mit der angebrachten Vorsicht. Das Abbrennen von Feuerwerk und pyrotechnischen Gegenständen ist auf dem gesamten Kantonsgebiet grundsätzlich verboten. Jedoch können die Gemeinden am 1. August das Abbrennen von Feuerwerk in gesicherten Zonen auf eigene Verantwortung erlauben.

  • Luzern
    Im Kanton Luzern herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 3. Feuer sind nur auf festeingerichteten Feuerstellen toleriert, jeweils mit der angebrachten Vorsicht. Ein Feuerwerksverbot gilt bisher nicht. Im Wald ist jedoch auf das Abfeuern von Feuerwerks- und Knallkörpern gänzlich zu verzichten, ebenso auf das Feuern im Freien bei böigem Wind.
     

  • Neuenburg
    Im Kanton Neuenburg herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Es gilt ein absolutes Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe, zudem ist Feuerwerk auf dem gesamten Kantonsgebiet verboten.
     

  • Nidwalden
    Im Kanton Nidwalden herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 3. Es gelten lediglich Mahnungen: beim Grillieren fest eingerichtete Feuerstellen verwenden, beim Verlassen Feuer vollständig löschen, keine brennenden Zigaretten und Streichhölzer wegwerfen. Ein Feuerwerksverbot gilt bisher nicht. Im Wald ist jedoch auf das Abfeuern von Feuerwerks- und Knallkörpern gänzlich zu verzichten, ebenso auf das Feuern im Freien bei böigem Wind.
     

  • Obwalden
    Im Kanton Obwalden herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 3. Es gelten lediglich Mahnungen: beim Grillieren fest eingerichtete Feuerstellen verwenden, beim Verlassen Feuer vollständig löschen, keine brennenden Zigaretten und Streichhölzer wegwerfen. Ein Feuerwerksverbot gilt bisher nicht. Im Wald ist jedoch auf das Abfeuern von Feuerwerks- und Knallkörpern gänzlich zu verzichten, ebenso auf das Feuern im Freien bei böigem Wind.
     

  • Schaffhausen
    Im Kanton Schaffhausen herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Im Wald und in Waldesnähe (Mindestabstand 200 Meter) gilt ein generelles Feuerverbot. Das Wegwerfen von brennenden oder glimmenden Gegenständen, insbesondere Raucherwaren, ist ebenfalls verboten. Im Siedlungsgebiet sind offene Feuer ebenfalls verboten. Weiterhin erlaubt bleiben im Siedlungsgebiet Feuer in befestigten Feuerstellen, Kohle-, Elektro- und Gasgrills. Es besteht ein Feuerwerksverbot im ganzen Kanton. Für zwei Grossfeuerwerke hat der Kanton eine Sondergenehmigung erlassen. 

  • Schwyz
    Im Kanton Schwyz herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 3. Feuer im Wald und Waldesnähe sind nur noch an offiziellen, fest eingerichteten, Grillstellen erlaubt.­ Ein Feuerwerksverbot gilt bisher nicht. Im Wald ist jedoch auf das Abfeuern von Feuerwerks- und Knallkörpern gänzlich zu verzichten, ebenso auf das Feuern im Freien bei böigem Wind.
     

  • Solothurn
    Im Kanton Solothurn herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Es gilt ein absolutes Feuerverbot im Wald, in Waldesnähe, an Fluss- und Seeufern sowie ein grundsätzliches Feuerwerksverbot für das ganze Kantonsgebiet.
     

  • St. Gallen
    Im Kanton St. Gallen herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4 bis 5. Es ist ab Mittwoch verboten, Feuerwerk in Wäldern oder in Waldesnähe abzubrennen. Zudem darf auch an offiziellen Feuerstellen kein Feuer gemacht werden, es sollten keine Raucherwaren weggeworfen und auf das Steigenlassen von Himmelslaternen (fliegende Lampions) sollte ebenfalls verzichtet werden. 
     

  • Tessin
    Im Kanton Tessin herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 3 bis 4. Für den ganzen Kanton gilt ein absolutes Feuerverbot, welches auch ein Feuerwerksverbot beinhaltet.

  • Thurgau
    Im Kanton Thurgau herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Es gilt ein vorübergehendes Verbot für das Entfachen von Feuern oder des Wegwerfen von brennenden Streichhölzern oder Rauchwaren im Wald und im Umkreis von 200 Metern um die Wälder. Gleichzeitig gilt auch ein allgemeines Verbot für das Abbrennen von Feuerwerken auf dem ganzen Kantonsgebiet.
     

  • Uri
    Im Kanton Uri herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Das Entfachen von Feuer im Wald, das Abbrennen von Feuerwerk, das Steigenlassen von Heissluftballons und das Wegwerfen von brennenden Zigaretten und Streichhölzern ist untersagt. Zudem gilt ein Feuerwerksverbot auf dem gesamten Kantonsgebiet.
     

  • Waadt
    Im Kanton Waadt herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4. Es gilt ein absolutes Feuerverbot auf dem gesamten Kantonsgebiet. Dies umfasst auch ein Feuerwerksverbot.
     

  • Wallis
    Im Kanton Wallis herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 4 bis 5. Es gilt deshalb ein generelles Feuerverbot im Freien für das gesamte Kantonsgebiet. Dies gilt auch für das Abfeuern von Feuerwerkskörpern.
     

  • Zug
    Im Kanton Zug herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 3. Es gilt ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe. Ein Feuerwerksverbot gilt bisher nicht. Im Wald ist jedoch auf das Abfeuern von Feuerwerks- und Knallkörpern gänzlich zu verzichten, ebenso auf das Feuern im Freien bei böigem Wind.
     

  • Zürich
    Im Wald und bis 50 Meter vom Waldrand entfernt ist es verboten, Feuer zu entfachen sowie brennendes oder glühendes Material wegzuwerfen (Zigaretten, Zündhölzer usw.). Dieses Verbot gilt ausdrücklich auch für befestigte, offizielle Feuerstellen, Feuerstellen in und um Waldhütten sowie für Holzkohlefeuer und -grills. Ein Mindestabstand von 200 Metern vom Waldrand muss für das Abfeuern von Feuerwerk (Raketen, Vulkane usw.) und das Entfachen von Brauchtumsfeuern (1.-August-Feuer) eingehalten werden. Zudem haben einzelne Gemeinden Feuerwerk ganz verboten: etwa Winterthur, Uster, Dietikon und Bülach untersagen das Abbrennen von Feuerwerk. In der Stadt Zürich darf Feuerwerk am 1. August 2022 und in der Nacht auf den 2. August nur von befestigtem, nicht brennbarem Untergrund wie Kiesplätzen und geteerten Flächen aus abgebrannt werden.

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