Feuerwerk der Fetisch-Szene
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Feuerwerk der Fetisch-Szene

Am Pfingstwochenende wird Berlin zum Treffpunkt der internationalen Fetischszene: Eine Pre-Party, die grösste Fetisch-Messe Europas, ein Fetisch-Dinner und als Highlight ein Fetisch-Ball locken die Fans von Lack, Leder und Latex in die deutsche Metropole.

Am Samstag läuft von zehn bis 20 Uhr die "German Fetish Fair", die deutsche Fetischmesse, im "Spannwerk" in Kreuzberg. Die richtige Gelegenheit also, um sich für das "Fetish Dinner" um 21 Uhr im Restaurant "h. h. Müller" einzukleiden. Danach wartet eine "Fetish Cocktail Party" auf partywütige Dominas, Sklaven und Zofen.

Strengster Dresscode, von Lack, Leder und PVC bis zu Classic Styles versteht sich von selbst.

Am Freitag steigt zur Einstimmung die "Offizielle Pre-Party" im "Neo Kreuz Club at Big Eden" auf dem Kurfürstendamm. DJs aus London, Berlin, Tokio und Köln sorgen sich um die richtige Tanzstimmung.

Dass die Fetisch-Kultur schon lange kein Mauerblümchendasein mehr führt, zeigen die weit verbreiteten Anleihen auf den Mode-Laufstegen, in Musik-Videos oder in Kinofilmen.

Das Londoner House of Harlot etwa kleidet Stars wie Elton John, Shania Twain, Sophie Ellis Bextor oder Victoria Beckham mit seinen handgefertigen Edelteilen aus. Designer Robin Archer entwarf auch einige Stücke für das Modelabel Dior.

Rockstar Marilyn Manson zeigt sich gerne im Partnerlook mit seiner stets hoch und eng geschnürten Freundin Dita von Teese, die in der Szene eine Grösse ist.

Lustobjekte aller Art dürften sich auch auf dem Höhepunkt der Messe - die grösste ihrer Art in Europa - beim "German Fetish Ball" in der Disco "Matrix" an der Warschauer Strasse finden.

Motto sind «Berlins sündig-dekadente Jahre». Durch den Abend mit Showeinlagen, Modenschau und DJ-Sets führen Sängerin Luci van Org und Lucifire.

Luci van Org hat mit einem Video zu ihrer letzten CD für Aufsehen gesorgt, das die letzten drei Minuten von Hitler und Eva Braun im Führerbunker nachstellte.

Lucifire aus London setzt auf Performances im Stil der 20er und 30er Jahre, die sie mit Live-Gesang und pyrotechnischen Einlagen anreichert.

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