Trotz Verbot: Feuerwerk trifft den St. Galler Dom
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Trotz VerbotFeuerwerk trifft den St. Galler Dom

Pyros, Böller und Raketen gefährdeten am Silvesterabend Menschen und Bauten. So auch den St. Galler Dom.

von
tso
Pfarrer Beat Grögli ist besorgt um den Dom. Deshalb hält er ein Feuerwerksverbot für die Innenstadt prüfenswert. (Bild: tso)

Pfarrer Beat Grögli ist besorgt um den Dom. Deshalb hält er ein Feuerwerksverbot für die Innenstadt prüfenswert. (Bild: tso)

Gefährlicher Silvester auf dem Klosterplatz: Einige Unverbesserliche konnten es trotz Feuerwerksverbot nicht lassen, mitten in der Menschenmenge ihre Böller zu zünden. «Wir haben vier Verursacher angezeigt», sagt Polizeisprecher Benjamin Lütolf. Auf dem Platz sei mindestens eine Leuchtfackel gezündet worden.

Auch in der Innenstadt war es nicht ungefährlich: Hier explodierten in nächster Nähe von Passanten mehrere Böller, die gemäss Lütolf entweder illegal importiert oder selbst gebastelt waren. In der Spisergasse richtete ein Mann eine Kugelrakete gegen eine Hausfassade.

Raketen aus der Innenstadt

Mehrere Leute feuerten zudem Raketen aus den umliegenden Gassen über die Häuser hinweg auf den Klosterplatz. Eine Person wurde durch einen herabfallenden Raketenstab am Kopf verletzt. Mindestens drei Raketen trafen den Dom. Dompfarrer Beat Grögli hat kein Verständnis für die Vandalen: «Diese Leute gefährden nicht nur historische Bauten, sondern auch die Gesundheit anderer.» Ein Feuerwerksverbot für die ganze Altstadt hält er für prüfenswert. Dieser Meinung ist auch der Präsident der CVP Kanton St. Gallen, Jörg Frei: «Obwohl ich Mühe damit habe, wegen einigen Unverbesserlichen Verbote zu erlassen.» Frei rechnet mit mehreren Vorstössen im Stadtparlament.

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