Feuerwerksfabrik explodiert
Aktualisiert

Feuerwerksfabrik explodiert

Stunden nach dem Unglück bei Budapest mit mindestens einem Toten konnte die Feuerwehr das Gebäude wegen der Folge-Explosionen immer noch nicht betreten.

In dem 5000 Quadratmeter grossen Feuerwerksdepot lagerten fast 50 Tonnen Sprengstoff, von denen etwa 10 Tonnen explodiert seien. Bei dem Unglück wurden zehn Menschen verletzt.

Zwei Arbeiter, die sich möglicherweise zum Unglückszeitpunkt in dem Gebäude befanden, wurden noch vermisst. Die Werksleitung berichtete, dass sich wahrscheinlich zwei weitere Angestellte zum Unglückszeitpunkt in der Fabrik im Budapester Vorort Törökbálint befanden. Die Leiche eines Arbeiters war in der Nähe der Unglücksstelle gefunden worden.

Das Feuer sei weitgehend unter Kontrolle, meldete die Feuerwehr. Sie rechnet jedoch nach eigenen Angaben damit, dass die Löscharbeiten noch lange dauern können. Anwohner seien aber nicht mehr gefährdet. Eine Untersuchung der Explosionsursache wurde angeordnet.

Bei der Explosion flogen die Teile hunderte Meter weit. Die Lagerräume brannten vollständig nieder. Dicker schwarzer Rauch war stundenlang kilometerweit zu sehen. Auf mehreren Autobahnen kam es zu Auffahrunfällen, weil Autofahrer von dem Rauch abgelenkt waren.

Immer wieder kommt es in Feuerwerksfabriken weltweit zu schweren Unglücken. Im Mai 2000 hatte eine Explosion einer Feuerwerksfabrik in den Niederlanden 22 Menschen in den Tod gerissen. Die Explosion legte ein Wohngebiet in der Stadt Enschede in Trümmer.

(sda)

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