Feuerwerksverbot für den 1. August?
Aktualisiert

Feuerwerksverbot für den 1. August?

Müssen Thunder, Luftheuler und Vulkane am 1. August in der Schublade bleiben? Wegen der anhaltenden Dürre und akuter Waldbrandgefahr erwägen die Behörden ein Feuerwerksverbot.

«Die Ostschweiz ist von der Hitze ganz besonders betroffen, an einigen Lagen ist es sehr trocken», sagt Thomas Brandes vom Kantonsforstamt St. Gallen. Der Ausserrhoder Oberförster Peter Ettinger meint: «Vor allem die Waldbodenauflage entzündet sich jetzt sehr schnell.» Dennoch erlassen die zuständigen kantonalen Stellen in den beiden Appenzell, im Thurgau und St. Gallen kein generelles Feuerverbot, sondern raten erst zu «grösster Vorsicht».

Diskutiert wird aber jetzt schon ein Feuerwerksverbot für den 1. August. Für einen definitiven Entscheid wollen die Verantwortlichen aber bis Freitag warten. Dann sollen laut Meteorologen nämlich Gewitter niedergehen. «Je nach Menge und Verteilung wird über ein allgemeines Verbot entschieden», so der St. Galler Brandes.

Nicht erfreut über die jetzige Lage sind die Feuerwerkhersteller: «Ein Verbot würde für uns einen massiven Absatzeinbruch bedeuten», sagt Peter Koch von der Pyrotechnischen Fabrik Müller AG in Kreuzlingen. Alain Stucki, vom Feuerwerkgrossisten Stucki in Wil, stellt fest, dass der Verkauf bisher schleppend verläuft: «Das zieht an, sobald es geregnet hat.»

Annette Hirschberg

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