Nach Triumph in Kitzbühel - Feuz will mit Preisgeld Kinderzimmer gestalten – «Odi ist ein frecher Fahrer»
Aktualisiert

Nach Triumph in KitzbühelFeuz will mit Preisgeld Kinderzimmer gestalten – «Odi ist ein frecher Fahrer»

Beat Feuz und Marco Odermatt feiern in Kitzbühel den ersten Schweizer Abfahrts-Doppelsieg seit 1992. Vor 30 Jahren noch anders: die Siegesprämie.

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Beat Feuz (r.) und Marco Odermatt feierten in Kitzbühel einen Schweizer Abfahrts-Doppelsieg.

Beat Feuz (r.) und Marco Odermatt feierten in Kitzbühel einen Schweizer Abfahrts-Doppelsieg.

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Kann sich sehen lassen: Zwei Schweizer in der Leader-Box.

Kann sich sehen lassen: Zwei Schweizer in der Leader-Box.

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Die Chemie scheint zu stimmen: Das Schweizer Team feiert den Triumph.

Die Chemie scheint zu stimmen: Das Schweizer Team feiert den Triumph.

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Darum gehts

Die Zahlen sprechen für sich: Doppelsieg im Vorjahr, 45. Abfahrtspodest, in der Disziplinenwertung nur noch acht Punkte hinter Dominator Alexander Kilde. Beat Feuz untermauert mit seinem dritten Streif-Triumph seinen Status als absoluter Ausnahmekönner. «Die Leute haben sich in den letzten vier Jahren daran gewöhnt, dass ich auf das Podest fahre», sagt der Schangnauer nach dem Hahnenkamm-Sieg im SRF.

Nun sei es halt auch mal ein achter Platz gewesen. Damit meint Feuz die erste Kitzbühel-Abfahrt vom Freitag. Weshalb lief es am Sonntag besser? «Mir hilft es schon einmal sehr, wenn die Strecke ganz oben anfängt», so Feuz. Am Freitag wurde der Start wegen Schneefalls auf Höhe Mausefalle heruntergesetzt. «Aber die Fahrt muss gut gewesen sein.» Das war sie in der Tat: Ausser dem Teamkollegen Odermatt (+0.21 Sekunden) kommt keiner auch nur annähernd an Feuz’ Zeit heran.

Eine besondere Beziehung

Zusammen mit dem 24-jährigen Leader des Gesamtweltcups hatte Feuz vor dem Rennen die Piste besichtigt und sie hatten sich gegenseitig Tipps gegeben. «Wir sind auf der gleichen Wellenlänge, wenn es ums Skifahren geht», schwärmt Feuz.

«Odi» sei der junge, freche Fahrer, der «ohne Überlegungen die Streif hinuntersaust». Er selbst denke mit seiner Erfahrung schon etwas mehr nach. Feuz: «Wir ergänzen uns super.» Auch Odermatt war im SRF-Interview voll des Lobes für seinen routinierten Kameraden: «Seine Tipps tun mir extrem gut. Und ich glaube, ich tue auch ihm gut.»

Hier verdrängt Feuz in Kitzbühel Teamkollege Odermatt von Platz eins.

SRF

Geld fürs Kinderzimmer

Mit dem Doppelsieg lohnt es sich für beide Schweizer Ski-Cracks auch finanziell. Denn: In Kitzbühel wurde dieses Jahr ein Rekord-Preisgeld von insgesamt über 350’000 Franken ausgeschüttet. Dem Sieger der Abfahrt werden rund 103’000 Franken überwiesen. Für Odermatt gibts immerhin über 51’000 Franken.

Feuz will damit unter anderem das neue Kinderzimmer gestalten. Schliesslich wurde der begnadete Abfahrer erst vergangene Woche zum zweiten Mal Vater. Töchterchen Luisa kam kurz nach dem Doppel-Podest des Papas in Wengen auf die Welt. Auf Freundin Katrin Triendl sei Feuz deshalb am meisten stolz: «Sie ermöglicht mir so professionell wie möglich Ski zu fahren, ihr gebührt ein riesiges Dankeschön.»


Erster Doppelsieg seit 30 Jahren

Bedanken darf sich dafür die ganze Ski-Nation bei Feuz und Odermatt. Denn die beiden sorgten für den ersten Schweizer Doppelsieg seit 30 Jahren. Damals, 1992, fuhren mit Franz Heinzer, Daniel Mahrer und Xaiver Gigandet gleich drei Schweizer aufs «Stockerl».

Mehr als ein Schweizer unter den besten drei am Hahnenkamm gab es zuvor nur zwei Mal: 1985 feierten Pirmin Zurbriggen und Franz Heinzer einen Doppelsieg. Noch einmal zwölf Jahre früher sorgten Roland Collombin und Bernhard Russi für den grossen Schweizer Triumph. Und noch ein Blick ins Kitzbühel-Geschichtsbuch: Nach seinem dritten Streif-Sieg haben nur noch Franz Klammer (4) und Rekord-Champion Didier Cuche (5) öfters gewonnen. Die Zahlen sprechen für sich.

Marco Odermatt sorgt für Sprüche-Show bei ORF-Kommentatoren.

ORF

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(sih)

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