Reifen-Vorfall: FIA hebt Sperre gegen Renault auf
Aktualisiert

Reifen-VorfallFIA hebt Sperre gegen Renault auf

Der Automobil-Weltverband FIA hat die Sperre gegen Renault aufgehoben und dem Formel-1-Team den Start am Europa-Grand- Prix in Valencia am Sonntag erlaubt.

Das entschieden die FIA-Berufungsrichter in Paris. Die nach dem Ungarn-Rennen gegen das Team verhängte Strafe wurde in eine Geldstrafe in Höhe von 35 000 Euro umgewandelt. Damit darf der spanische Renault-Fahrer Fernando Alonso in seiner Heimat fahren.

Die FIA hatte die Renault-Equipe zunächst vom Valencia-GP ausgeschlossen, nachdem die Boxencrew beim Ungarn-Rennen gegen Sicherheitsbestimmungen verstossen hatte. Fernando Alonso hatte mit einem nicht ausreichend befestigten Rad die Boxengasse verlassen. Der Spanier verlor den Reifen später auf der Strecke, dabei wirbelte der Pneu gefährlich durch die Luft.

In der «Rad-Affäre» hatte die FIA sehr sensibel reagiert, nachdem eine Woche vor dem Vorfall der erst 18 Jahre alte Brite Henry Surtees, der Sohn des früheren Motorrad- und Formel-1- Weltmeisters John Surtees, in einem Formel-2-Rennen in Brands Hatch von einem umherfliegenden Rad tödlich verletzt worden war.

Der Freispruch von Renault dürfte nun vor allem auch die Organisatoren in Valencia freuen. Nach dem geplatzten Comeback von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher kann nun wenigstens Alonso vor seinen Landsleuten fahren.

(si)

Deine Meinung