Diffusoren-Streit: FIA schmettert Proteste ab

Aktualisiert

Diffusoren-StreitFIA schmettert Proteste ab

Im Aerodynamik-Streit der Formel 1 haben die Rennställe Brawn GP, Williams und Toyota schon vor dem Auftaktrennen in Australien einen ersten Sieg erreicht.

Die Proteste von Ferrari, Red Bull und Renault gegen die drei Rivalen wegen deren Diffusoren wurden heute von den drei Rennkommissaren in Melbourne abgelehnt. Das teilte der Automobil-Weltverband FIA mit.

Die drei Teams können Einspruch gegen das Urteil beim FIA-Berufungsgericht einlegen. Der Protest von BMW-Sauber war wegen eines Formfehlers (Unterlagen zu spät eingereicht) nicht angenommen worden.

Der Diffusor ist ein aerodynamisches Teil am hinteren Ende des Unterbodens der Autos. Er hat grosse Bedeutung für den Abtrieb. Je mehr Abtrieb ein Wagen hat, desto besser liegt er auf der Strasse. Der Diffusor schliesst wie eine Rampe am hinteren Teil des Unterbodens an. Laut dem Reglement des Automobil-Weltverbandes FIA steigt der Diffusor auf einer Länge von 35 Zentimeter auf eine Höhe von 17,5 Zentimeter an.

Der Streit vor dem ersten Saisonrennen am Sonntag in Melbourne entzündet sich daran, dass Brawn GP, Williams und Toyota die Regel anders als die übrigen sieben Teams interpretierten und eine Grauzone nutzten. Sie bauten eine zweite, kürzere Platte über den eigentlichen Diffusor, eine Art Doppel-Diffusor. Diese Platte ist von unten nicht sichtbar. Es wird geschätzt, dass die Autos durch diese Entwicklung bis zu 0,5 Sekunden pro Runde schneller sind.

(si)

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