Fusion von Fiat und Opel: Fiat-Chef plant «himmlische Hochzeit»
Aktualisiert

Fusion von Fiat und OpelFiat-Chef plant «himmlische Hochzeit»

Fiat-Chef Sergio Marchionne hat seine Übernahmepläne konkretisiert: Aus dem italienischen Fiat-Konzern, dem US-Autobauer Chrysler und Opel aus Deutschland soll eine neue Aktiengesellschaft hervorgehen.

Die neue AG solle Einnahmen von rund 80 Milliarden Euro pro Jahr einfahren und jährlich bis zu sieben Millionen Autos verkaufen, sagte Marchionne in einem Interview mit der «Financial Times». Vom technischen und industriellen Standpunkt her sei dieser Zusammenschluss eine «himmlische Hochzeit». Durch eine Fusion von Fiat und Opel könnten jährlich rund eine Milliarde Euro eingespart werden.

Nach Berechnungen der «Financial Times» anhand von ähnlichen Fusionen in der Vergangenheit könnten bei einem solchen Zusammenschluss bis zu 9000 Arbeitsplätze verlorengehen.

Der Fiat-Chef trifft am Montag in Berlin den deutschen Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Aussenminister Frank-Walter Steinmeier. Laut dem Magazin «Focus» ist Marchionne auch mit Opel-Betriebsratschef Klaus Franz verabredet. (sda)

Aktie von Fiat mit Kurssprung im frühen Handel

An der Mailänder Börse hat die Fiat-Aktie einen Kurssprung gemacht. Die Aktie der Turiner Gruppe legte am Montag in den ersten Minuten nach Eröffnung am Montag um 6,5 Prozent auf 8075 Euro zu.

Die Anleger reagierten erfreut auf die bevorstehenden Gespräche des Konzernchefs Sergio Marchionne in Berlin über einen Einstieg bei Opel. Marchionne will versuchen, nach dem Einstieg bei Chrysler nun eine Auto-Gruppe mit einem Umsatz von 80 Mrd. Euro zu schaffen, berichteten italienische Medien.

(SDA)

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