Aktualisiert 13.02.2009 18:14

AutokriseFiat lässt sich Zeit beim Chrysler-Einstieg

Über den geplanten Einstieg von Fiat beim angeschlagenen US-Autobauer Chrysler wird es vor Dienstag keine Entscheidung geben.

Der Grund dafür sei der Sanierungsplan, den Chrysler bis zu diesem Stichtag der Regierung vorlegen muss, um weitere Milliarden Dollar an Krediten zu erhalten, sagte am Freitag ein Vertreter von Chrysler, der namentlich nicht genannt werden wollte. Chrysler muss darin darlegen, wie es als unabhängiges Unternehmen oder nach einem Fiat-Einstieg überleben und die Kredite zurückzahlen will.

Derzeit lebt Chrysler von rund 4 Milliarden Dollar staatlichen Notkrediten. Sollte die Regierung den Plan gutheissen, erhält der Autobauer noch einmal 3 Milliarden Dollar aus dem Staatssäckel. Der Einstieg von Fiat gehe davon aus, dass dies passiere, sagte der Chrysler-Vertreter.

Fiat hatte im Januar angekündigt, bei dem taumelnden US-Hersteller einzusteigen und Kleinwagen in den USA zu bauen. Zunächst will der Konzern 35 Prozent der Chrysler-Anteile übernehmen. Die Nachricht traf auf das Wohlwollen von Aktionären. Zu den Marken des italienischen Unternehmens gehören Fiat, Lancia and Alfa Romeo.

Chrysler war jahrelang eine Tochter von Daimler. Der Konzern verkaufte aber die meisten Anteile und besitzt heute noch 19,9 Prozent der Aktien. Wegen der Rezession steht Chrysler wie seine US-Konkurrenten nahe am Konkurs. (dapd)

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