Aktualisiert 10.06.2009 16:45

Marchionne am ZielFiat übernimmt Chrysler

Der Autobauer Fiat hat die Übernahme des insolventen US-Autokonzerns Chrysler besiegelt. Fiat unterschrieb den Vertrag, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA Anträge mehrerer staatlicher Fonds abgewiesen hatte, das Verfahren vorerst zu stoppen.

Zum Chef der neuen Chrysler-Gruppe wurde umgehend Fiat-Chef Sergio Marchionne ernannt. Mit der Übernahme durch Fiat entgeht Chrysler der Liquidation. Fiat soll in Schritten bis zu 35 Prozent an der neuen Chrysler-Gruppe übernehmen und dafür nicht mit Geld, sondern mit technischem Wissen bezahlen.

Der Deal eröffnet einem neuen, schlankeren Chrysler-Konzern die Möglichkeit, den Gläubigerschutz nach dem US-Konkursrecht zu verlassen. Milliardenschulden, überzählige Händler und drückende Arbeitskosten wurden im Insolvenzverfahren abgebaut.

Der Konzern kündigte an, die während des Verfahrens gestoppte Produktion bald wieder aufnehmen zu wollen. Das neue Unternehmen werde sich auf den Bau kleinerer Autos konzentrieren, ein Gebiet, auf dem die alte Firma Chrysler besondere Schwächen hatte. Die Entwicklung neuer, umweltfreundlicher und spriteffizienter Qualitäts-Autos sei bereits in Gang. Sie sollten ein Markenzeichen des neuen Konzerns werden. (dapd)

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