Fidels Paukenschlag
Aktualisiert

Fidels Paukenschlag

Als Reaktion auf eine Verschärfung von US-Wirtschaftssanktionen kündigt Kuba an, den US-Dollar ab dem 8. November nicht mehr zu akzeptieren. Dollars müssen für eine Gebühr von zehn Prozent in Pesos umgetauscht werden.

«Vom 8. November an wird der Dollar in unseren Geschäften nicht mehr akzeptiert werden», teilte die Zentralbank am Montag mit. Kubaner, Touristen und Ausländer mit Wohnsitz in Kuba müssen Dollar dann in die konvertierbaren Peso umtauschen.

Dafür werde eine Umtauschgebühr von zehn Prozent erhoben. Beim Umtausch anderer harter Währungen falle diese Gebühr nicht an. Um die Umtauschkosten zu sparen, empfiehlt die Regierung daher im Ausland lebenden Kubanern, Geld an Verwandte in anderen Währungen zu schicken, zum Beispiel in Euro, britischen Pfund, Schweizer Franken oder kanadischen Dollar.

Dollar waren 1993 in Kuba zugelassen worden, nachdem das Land durch den Zusammenbruch der Sowjetunion in eine tiefe Wirtschaftskrise gestürzt war. Kuba versuchte, diese Krise mit der Förderung des Tourismus zu überwinden. Konsumgüter konnten seitdem in speziellen Geschäften für Dollar gekauft werden.

(sda)

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