Sklavinnen in London: Fiel Rosies Mutter aus Sekten-Gebäude?

Aktualisiert

Sklavinnen in LondonFiel Rosies Mutter aus Sekten-Gebäude?

Die Londoner Polizei rollt den Tod einer Frau, die 1997 aus einem Haus gestürzt war, neu auf. Das Gebäude gehört der Sekte, die drei Frauen 30 Jahre versklavt hat.

von
rey

Im Fall von moderner Sklaverei in London werden weitere Details bekannt. Die Polizei untersucht nun den rätselhaften Tod einer Frau: Die 44-Jährige war 1997 aus dem zweiten Stock eines dreistöckigen Hauses gefallen. Dieses wurde von jener Sekte «kontrolliert», welche hinter dem Sklaverei-Fall steckt, schreibt der «Mirror». «Es muss auf der Flucht passiert sein, es ist die einzige Erklärung», sagte eine Cousine der Toten zu der englischen Zeitung.

Die «Daily Mail» spekuliert, dass es sich bei der Frau um die Mutter des jüngsten Opfers gehandelt haben könnte, der 30-jährigen Rosie. Sie soll zusammen mit den beiden anderen Opfern ihr Leben lang von einem Ehepaar gegen ihren Willen festgehalten worden sein.

Angehörige eines Opfers packen aus

Unterdessen hat sich die Familie eines der Opfer mit einer britischen Zeitung in Verbindung gesetzt. Die heute 69 Jahre alte Frau sei 1968 aus Malaysia als Studentin über ein Commonwealth-Stipendium nach London gekommen, sagte die Schwester der Frau dem «Daily Telegraph».

Sie habe sich mit ihrem Verlobten ein Leben in England aufbauen wollen, sei aber dem charismatischen Führer einer maoistischen Bewegung verfallen – dem Mann, der sie für 30 Jahre versklaven sollte.

Die Frau habe sich von ihrem Verlobten getrennt und den Verlobungsring in die Themse geworfen, um die Loyalität zu ihrem neuen Mann zu beweisen. Dann habe sie sich seiner kommunistischen Kommune angeschlossen und habe den Kontakt zu ihrer Familie abgebrochen, berichtete die Zeitung am Dienstag. Ihr Verschwinden habe in der Familie «extremen Herzschmerz» ausgelöst. (rey/sda)

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