Real Madrid empört: Fifa-Boss Blatter macht sich über Ronaldo lustig

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Real Madrid empörtFifa-Boss Blatter macht sich über Ronaldo lustig

Vor Studenten macht sich Sepp Blatter auf Kosten von Cristiano Ronaldo lustig und fördert so sein angekratztes Image. Ronaldos Klub Real Madrid zeigt sich verärgert.

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bte/hua

Fifa-Präsident Sepp Blatter hat sich mit seiner Aktion an der Oxford University garantiert keine Freunde in Madrid gemacht. Bei seinem Auftritt am Freitag hatte sich Blatter über Real-Madrid-Star Cristiano Ronaldo lustig gemacht. Dessen ewiger Rivale Lionel Messi vom FC Barcelona sei «ein guter Junge, den sich Vater und Mutter gern zu Hause wünschen.» Während Messi «mit dem Ball über den Platz tanzt und Tore schiesst», trete Ronaldo «wie ein Feldherr» auf.

Blatter ging sogar so weit, sich vor versammeltem Publikum zu erheben und Ronaldos «militärischen Spielstil» zu imitieren. Die Aktion des 77-Jährigen brachte zwar das Publikum zum Lachen, zeugt aber nicht gerade von Respekt für die portugiesische Tormaschine. Darüber hinaus spottete Blatter, dass «Ronaldo mehr Geld für seine Frisur ausgibt als Messi». Wenigstens gab der Fifa-«Feldherr» danach zu, wen er von den beiden lieber hat: «Ich mag beide, aber ich bevorzuge Messi.»

Real Madrid ist empört

Real Madrid reagierte verärgert auf Blatters Aussagen. Trainer Carlo Ancelotti sprach am Dienstag an einer Pressekonferenz von «mangelndem Respekt» gegenüber seinem 28-jährigen Dribbelkönig. Laut Ancelotti habe Real-Präsident Florentino Perez Blatter einen Beschwerdebrief geschrieben. Ronaldo sei ein «sehr seriöser und professioneller Spieler, der seinem Gegenüber immer mit Respekt begegnet», so der italienische Trainer weiter.

Und auch der Superstar meldet sich zu Wort. Über Twitter verkündet Ronaldo: «Dieses Video zeigt den Respekt und die Rücksichtnahme, welche die Fifa gegenüber mir, meinem Klub und meinem Heimatland hat. Nun ist vieles klarer.» Und CR7 legt noch einen Tweet drauf: «Ich wünsche Herrn Blatter Gesundheit und ein langes Leben, mit der Sicherheit, dass er weiterhin Zeuge von den Erfolgen seiner Lieblings-Teams und -Spielern wird.»

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