Fifa darf Vereine büssen
Aktualisiert

Fifa darf Vereine büssen

Der Weltfussballverband Fifa darf einen Fussballklub büssen, wenn dieser seine Schulden bei einem anderem Verein nicht begleicht.

Das Bundesgericht hat die Beschwerde eines Drittliga-Klubs aus Spanien abgewiesen.

Die Fifa-Disziplinarkommission hatte den Klub 2005 mit 25 000 Franken gebüsst, weil er einen Fifa-Beschluss nicht beachtet hatte, 373 000 Euro an einen brasilianischen Verein zu zahlen. Zudem wurde dem Klub ein Punkteabzug und der Zwangsabstieg angedroht, falls er die Schulden beim anderen Verein nicht begleiche.

Das Internationale Sportschiedsgericht in Lausanne bestätigte die Busse 2006. Der spanische Verein gelangte dagegen ans Bundesgericht, das seine Beschwerde nun abgewiesen hat.

Vereinsrechtliche Sanktion

Der Klub hatte gerügt, die schwerwiegende Sanktion der Fifa zur Durchsetzung einer Geldforderung verstosse gegen das staatliche Monopol auf Zwangsvollstreckung. Laut den Lausanner Richtern geht es jedoch gar nicht um eine private Zwangsvollstreckung, sondern um eine vereinsrechtliche Sanktion.

Solche Massnahmen seien nach schweizerischem Recht zulässig. Die Mitglieder eines Vereins würden sich den Sanktionen freiwillig unterwerfen. Keine Rolle spiele, dass die Fifa im Fussball eine dominante Stellung einnehme und der Austritt für einen Klub, der an Meisterschaften mitspielen möchte, kaum in Frage komme. (sda)

Deine Meinung