Aktualisiert 18.01.2017 08:22

Afrika-Cup

Fifa-Regel verärgert Liverpools Klopp

Liverpools Joel Matip und Schalkes Eric-Maxim Choupo-Moting haben Kameruns Aufgebot ignoriert. Jetzt droht ihnen eine Sperre.

von
pbt
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Joel Matip sagte Kamerun ab, darf jetzt aber nicht für Liverpool spielen.

Joel Matip sagte Kamerun ab, darf jetzt aber nicht für Liverpool spielen.

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Auch Schalkes Eric Maxim Choupo-Moting wartet auf die Freigabe aus Kamerun.

Auch Schalkes Eric Maxim Choupo-Moting wartet auf die Freigabe aus Kamerun.

AP/Martin Meissner
West Bromwich Albion's Allan Nyom muss derzeit ebenfalls zuschauen.

West Bromwich Albion's Allan Nyom muss derzeit ebenfalls zuschauen.

epa/Will Oliver

Matip hatte seine Absage für den Afrika-Cup damit begründet, dass er schon letztes Jahr aus dem Nationalteam ausgetreten sei. Nur hielt das die Verantwortlichen beim kamerunischen Verband nicht davon ab, den Defensivspieler vor dem Turnier ins provisorische Kader aufzubieten.

Choupo-Moting sagte aus persönlichen Gründen ab und verwies auf die lange Verletztenliste bei Schalke. Er möchte am Samstag beim Rückrundenstart gegen Ingolstadt auflaufen.

Kameruns Teammanager Alphonse Tchami betonte jedoch Anfang Jahr gegenüber BBC: «Wir haben drei Spieler, die eintreffen müssen: Allan Nyom und Joel Matip. Der dritte Spieler ist Eric-Maxim Choupo-Moting.» Auch Nyom von West Bromwich Albion blieb dem Afrika-Cup fern, und wird seither bei seinem Club aus Angst vor einer Sperre nicht mehr eingesetzt.

Das hat einen guten Grund, denn die Fifa-Regel besagt: Die vom Verband nominierten Spieler dürfen während der Dauer des Turniers nicht für ihren Club spielen, es sei denn, der Verband erteile ihnen die Freigabe. Das hat Kamerun aber bisher nicht getan.

Fifa soll entscheiden

Die Clubs wollen die Spieler unbedingt einsetzen und sind deshalb bei der Fifa vorstellig geworden. Eine Antwort steht aber nach wie vor noch aus. Das verärgert Klopp: «Es ist ziemlich kompliziert und wirklich frustrierend. Wir brauchen aber so schnell wie möglich eine Antwort.» Im FA-Cup bei Plymouth am Mittwoch würde Klopp Matip gerne einsetzen, «aber ich bin nicht sicher, ob ich das darf». Immerhin hat die Fifa gemäss Klopp nun in Aussicht gestellt, dass sie am Freitag entscheiden werde, ob sie den Fall untersuche oder nicht.

Milla: «Verräter»

Für Roger Milla spielt das keine Rolle. Der frühere Stürmer ist ob den Absagen erbost. Als «Verräter» bezeichnet Kameruns Ikone die nicht erschienenen Spieler. Der langjährige Berater von Kameruns Verbandspräsidenten Paul Biya schimpft: «Grosse Spieler sollten ihr Heimatland respektieren.»

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