Aktualisiert 13.06.2014 18:19

Wegen Katar-AffäreFifa sperrt Franz Beckenbauer für 90 Tage

Die «Affäre Katar» hat Konsequenzen für Franz Beckenbauer: Die Fifa sperrt ihn provisorisch für 90 Tage. Grund soll ein mutmasslicher Verstoss gegen das Ethikreglement sein.

von
fbu

Franz Beckenbauer ist von der Fifa provisorisch für 90 Tage für jegliche Tätigkeit im Fussball gesperrt worden. Die Sperre wurde auf Antrag von Fifa-Chefermittler Michael Garcia ausgesprochen und gilt per sofort. Der Weltverband begründete dies mit einem mutmasslichen Verstoss gegen das Ethikreglement. Beckenbauer habe in einer Untersuchung der Ethikkommission nicht kooperiert. Offenbar hatte er Anfragen gar nicht erst beanwortet.

Beckenbauer begründete dieses Versäumnis gegen über «Focus» damit, dass die Formulare auf Englisch gewesen seien und er sie nicht verstanden habe.

Laut Informationen der «Bild»-Zeitung hat Beckenbauer bei der WM-Vergabe aber nicht für Katar gestimmt. Offenbar habe er im Dezember 2010 Russland für die WM 2018 gewählt und Australien für die WM 2022.

Beckenbauer hat gelassen auf die gegen ihn verhängte Sperre reagiert. «Ich habe gedacht, dass dies ein Aprilscherz sei. Vielleicht hat sich da jemand einen Spass erlaubt», kommentierte Beckenbauer die Sanktion beim TV-Sender Sky Sport News HD. Beckenbauer hat derzeit im Fussball nur noch das Amt des Ehrenpräsidenten beim deutschen Rekordmeister Bayern München inne. «Die Bayern werden es überleben», scherzte der 68-Jährige.

(fbu/si)

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