Aktualisiert 20.06.2011 14:47

KorruptionsskandalFifa-Vize tritt zurück

Concacaf-Präsident und Fifa-Vizepräsident Jack Warner tritt von seinem Amt bei der Fifa zurück. Der Funktionär aus Trinidad und Tobago war zuletzt heftig unter Beschuss geraten.

von
fox/ast
Jack Warner tritt von seinem Fifa-Amt zurück.

Jack Warner tritt von seinem Fifa-Amt zurück.

Jack Warner, lange Zeit ein guter Freund Sepp Blatters, hat nach Angaben des Weltfussballverbands seinen Rücktritt bekanntgegeben. Der Concacaf-Präsident informierte am Rande des Gold Cups, der Kontinentalmeisterschaft Nord- und Mittelamerikas in den USA, dass er seinen Platz im Fifa-Exekutiv-Komitee abgibt.

Warner wurde erst kürzlich von der Fifa suspendiert, da sich er und Mohamad Bin Hammam mit Korruptionsvorwürfen rund um die Präsidentenwahl konfrontiert sah. Nach der Suspendierung kündigte Warner erst einen wahren Fussball-Tsunami an.

Mailverkehr doch nicht publik gemacht

Er wollte Details aus dem E-Mail-Verkehr mit dem kürzlich wiedergewählten Präsidenten Sepp Blatter offenlegen. Dies, um Licht in die Korruptionsvorwürfe des Fussball-Weltverbandes zu bringen. Dann erschien er aber nicht an der von ihm einberufenen Pressekonferenz und wollte später nichts mehr von den Vorwürfen wissen.

Am Wochenende geriet Warner weiter unter Druck, nachdem die Fifa unter anderem mit dem ehemaligen FBI-Chef Louis Freeh Zeugen zu den Korruptionsvorwürfen befragten.

Fifa lässt Vorwürfe fallen

Die Fifa «bedauert die Umstände, die zu Jack A. Warners Entscheid geführt haben», wie sie auf ihrer Webseite mitteilt. Jack A. Warner verlasse die Fifa nach beinahe 30 Dienstjahren auf eigenen Wunsch.

Er werde sich auf seine wichtige Arbeit im Namen des Volkes und der Regierung von Trinidad und Tobago konzentrieren, wo er Kabinettsminister und Präsident des United National Congress, der Mehrheitspartei in der Koalitionsregierung seines Landes, ist.

Als Folge dieses Rücktritts wurden alle von der Ethikkommission gegen Jack A. Warner eingeleiteten Verfahren geschlossen, und die Unschuldsvermutung bleibt bestehen.

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