AUSLÄNDERBESCHRÄNKUNG: Fifa will die «6+5-Regel»
Aktualisiert

AUSLÄNDERBESCHRÄNKUNGFifa will die «6+5-Regel»

Die Mitglieder des internationalen Fussball-Verbandes FIFA haben sich mit grosser Mehrheit für die Beschränkung der Zahl ausländischer Spieler in Klub-Spielen ausgesprochen.

Demnach sollen die Klubs ab 2012 mindestens sechs einheimische Spieler aufstellen müssen. 155 FIFA-Delegierte sprachen sich für die Resolution aus, 40 enthielten sich der Stimme.

Der Schweizer FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte Anfang Mai angekündigt, er wolle das Mandat des Kongresses hinsichtlich der Regel einholen. Er befindet sich auf Konfrontationskurs mit der Europäischen Kommission, die die Pläne als Diskriminierung des freien Verkehrs von Arbeitskräften betrachtet und den Vorstoss Blatters stoppen will.

Blatter betonte, dass sich 6+5 auf den Matchbeginn beziehe, wobei sechs Spieler, die theoretisch in der Nationalmannschaft des Landes spielen könnten, auf dem Feld stehen müssten. Durch Auswechseln sei schliesslich eine 3+8-Konstellation möglich.

«Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg», sagte Blatter dem Kongress. Er wolle es mit Konsultationen und nicht mit Konfrontation mit dem Gesetzgeber versuchen. «Wir benötigen Beratungen mit den Regierungsbehörden, vor allem in Europa, aber wir würden vorschlagen, 2010 mit 4+7 anzufangen, 2011 zu 5+6 zu wechseln und wären bereit, ab 2012 die 6+5-Formel anzuwenden.»

Platini drückte seine volle Unterstützung für die Philosophie der Pläne des FIFA-Präsidenten aus: «Europa ist in keiner bequemen Position, aber wir werden alles tun, um dem FIFA-Präsidenten zu helfen, sein Ziel zu erreichen.» Einigen Ligen seien gegen die 6+5-Regel, einige dafür, die Klubs seien aber generell dagegen, räumte Platini ein.

(si)

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