Filmförderung: Filmemacher fühlen sich übergangen

Aktualisiert

FilmförderungFilmemacher fühlen sich übergangen

Zentralschweizer Filmemacher sind empört: Der Fuka-Fonds profitiere mehr von ihren Filmen, als dass er sie fördere.

von
Fabian Lindegger
Edwin Beeler fordert mehr Geld für die Filmschaffenden.

Edwin Beeler fordert mehr Geld für die Filmschaffenden.

Ob beim «Tatort» oder in Bollywoodstreifen – die Stadt Luzern präsentiert sich in Filmen oft und gerne einem grossen Publikum. Die Luzerner Filmemacher aber fühlen sich von der Filmförderung vernach­lässigt: «Der Stadt Luzern geht es vor allem darum, eine schöne Kulisse abzugeben», sagt ­Edwin Beeler vom Verein Film Zentralschweiz.

Der Verein fordert auf www.lu-wahlen.ch, dass die Stadt Luzern das Budget für die Filmförderung von 50 000 auf 100 000 Franken ­erhöht. «Letztes Jahr haben einheimische Filme wie ‹Die Wiesenberger› oder ‹Die Kinder vom Napf› in Luzern sehr viele Besucher in die Kinos gelockt», sagt Beeler. «Deshalb dürften durch die Billettsteuern mehr Gelder in den Fuka-Fonds geflossen sein, als dieser wieder an die Filmschaffenden verteilt hat», kritisiert er.

Kanton ist für Filmförderung zuständig

Der Fuka-Fonds ist in der Stadt Luzern für die Verteilung der Filmfördermittel zuständig. Oliver Frey, stellvertretender Chef der Dienstabteilung Kultur und Sport, erklärt den Ablauf so: «Durch den Fuka-Fonds werden Mittel umverteilt. Es kann deshalb nicht jede Sparte gleich viel Geld zugesprochen bekommen, wie sie einspielt.» Frey betont zudem, dass nicht die Stadt, sondern der Kanton primär für die Filmförderung zuständig sei.

Laut Beeler fallen aber auch diese Fördermittel – im Vergleich zur restlichen Schweiz – zu bescheiden aus.

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