Filmstars in Basel: Letzte Klappe am Freitag
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Filmstars in Basel: Letzte Klappe am Freitag

Klaus Maria Brandauer und Sebastian Koch stehen derzeit in Basel für einen Spionagethriller vor der Kamera. Am Freitag fällt die letzte Klappe. Trotz spezieller Umstände am Set sind die Dreharbeiten auf Kurs, wie der Produzent im Gespräch mit 20minuten.ch verrät.

Noch drei Tage, dann ist der Film im Kasten. Seit dem 6. Januar 2008 wird in und um Basel intensiv an der Verfilmung von «Das Verhör des Harry Wind» gearbeitet. Klaus Maria Brandauer, bekannt aus «Jenseits von Afrika» und «Mephisto», mimt den Spezialagenten Rappold, der kurz vor seiner Pensionierung nochmals einen grossen Spionage-Fall aufklären muss. Sebastian Koch («Das Leben der Anderen», «Black Book») spielt den undurchsichtigen PR-Unternehmer Dr. Harry Wind, den Rappold als Spion überführen will.

«Es wurde fast täglich gedreht»

Die Arbeiten am Set laufen auf Hochtouren. Die Filmcrew um den Basler Regisseur Pascal Verdosci befindet sich auf der Zielgeraden. «Wir sind nicht nur absolut im Zeitplan, sondern auch sehr zufrieden mit dem Resultat», erklärt Produzent Alex Martin von der Basler Produktionsgesellschaft «Sunvision Filmatelier». Das ist angesichts des ambitionierten Zeitplans nicht selbstverständlich: Es wurde in sehr hohem Tempo und fast täglich gedreht. «Die Qualität hat aber keineswegs unter diesem Tempo gelitten. Das haben wir vor allem der professionellen Crew und dem Kameramann mit seinem perfekt eingespielten Team zu verdanken.»

Leere Einkaufshalle als Studio

Gedreht wurde unter anderem in einer leer stehenden Halle eines Lörracher Einkaufszentrums. «Dort haben wir die ganzen Innenszenarien aufgebaut und richtig aus dem Vollen geschöpft», schildert Alex Martin die Situation. «Die Aufenthaltsräume der Darsteller und die Drehorte waren aber durch eine Passerelle getrennt, über die auch die Besucher des Shoppingzentrums gehen mussten. So kam es immer wieder zu Publikumsberührungen. Aber es hat alles gut geklappt und die Leute waren nie aufdringlich.»

«Wir wollten dort drehen, wo wir zu Hause sind»

Spannung pur mit hochkarätigen, internationalen Stars – und das mitten in Basel. Ein aussergewöhnlicher Entscheid, zumal Filmproduktionen oft ins Ausland verlegt werden, um Kosten zu sparen. «Wir hatten den Wunsch, den Dreh dort anzusiedeln, wo wir zu Hause sind», erklärt Martin. «Der Entscheid wurde dadurch belohnt, dass wir von verschiedenen grösseren und kleineren Unternehmungen der Region gesponsert wurden.» So durften unter anderem die Stars des Films kostenlos im Nobel-Hotel «Les Trois Rois» - wo auch ein Teil der Aussenaufnahmen gedreht wurde - logieren. «Wir konnten insgesamt über eine halbe Million Franken an Sponsorenleistungen einnehmen. Ohne das wäre der Dreh nicht möglich gewesen.»

Wer nun neugierig auf den fertigen Film ist, muss sich noch etwas in Geduld üben: «Das Verhör des Harry Wind» wird erst ab November 2008 in den Schweizer Kinos zu sehen sein.

Tina Fassbind, 20minuten.ch

«Das Verhör des Harry Wind» spielt im Zürich der Fünfzigerjahre und ist von wahren Begebenheiten der internationalen Politik inspiriert. Die Geschichte wurde nach dem Roman des Schweizer Autors Walter Matthias Diggelmann verfilmt. Mehr dazu finden Sie hier.

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